Skip to main content
News

Kosten für ARD-Bundesliga-Rechte: „Kaum mehr vertretbare Größenordnung erreicht“

In der ARD hätten jetzt alle Aufsichts­gremien den neuen, ab der Saison 2017/18 geltenden Rechte­vertrag zwischen dem Sender­verbund und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) genehmigt, berichtet die Medien­kor­re­spondenz. Die ARD zahle für das neue TV-Rechte­paket ab der Saison 2017/18 pro Spielzeit einen Brutto-Gesamt­betrag von durch­schnittlich 127,1 Mio Euro und damit „signi­fikant mehr als derzeit, da sich der Umfang der Rechte laut dem neuen Vertrag reduzieren wird“. Innerhalb einzelner ARD-Gremien habe es im Rahmen der Befassung mit dem neuen Bundesliga-Vertrag auch Diskus­sionen über den Sport­rech­te­einkauf des Sender­ver­bundes gegeben. Der Rundfunkrat des WDR habe darauf verwiesen, dass von Mitgliedern des Gremiums „hohe Rechte­kosten und intrans­pa­rente Vermark­tungs­me­thoden von Sport-Großver­an­stal­tungen wie Fußball und Olympische Spiele kriti­siert“ worden seien. Der Verwal­tungsrat des Hessi­schen Rundfunks (HR) habe, das Gremium beobachte mit Sorge, „dass speziell die Rechte­kosten für die Übertragung von Fußball­ereig­nissen exorbitant steigen und die Forde­rungen der jewei­ligen Rechte­inhaber eine kaum mehr vertretbare Größen­ordnung erreicht haben“.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) habe in seinem im März 2016 veröf­fent­lichten Sonder­be­richt über die Finanzlage des Bayeri­schen Rundfunks auch die Kosten der Samstags-„Sportschau“ mit der Bericht­erstattung über die Fußball-Bundesliga kriti­siert und seine Auffassung bestätigt, „dass beim Erwerb der Rechte eine deutlich zurück­hal­tendere Strategie geboten“ sei: Eine halbe Milliarde Euro für vier Jahre Bundesliga: Alle ARD‑Gremien stimmen neuem Fußball‑Vertrag zu (frei zugänglich)