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Territorialitätsprinzip: Brandbrief der Deutschen Filmakademie – Verschiebung der Abstimmung ist Etappensieg der Kreativen

Die Deutsche Filmaka­demie sei nicht nur dazu da, einmal im Jahr den Deutschen Filmpreis zu verleihen. Sie müsse sich auch in der Politik positio­nieren, schreibt Peter Zander in der Berliner Morgenpost. Das gelinge ihr nicht gleich­bleibend gut. Aber im Fall des sogenannten Terri­to­ri­al­prinzips zeige die Akademie mit Sitz in Berlin "Format und Geschlos­senheit". Auf ihrer Vollver­sammlung am 8.10.2017 habe sie sich noch einmal ausdrücklich für den Erhalt des Terri­to­ri­al­prinzips einge­setzt und einen Brand­brief an die Mitglieder des Europäi­schen Parla­ments geschickt, dessen Rechts­aus­schuss am heutigen Dienstag (10.10.) tagen wird. Darin heißt es u.a.: "Wir empfinden es als eine Missachtung der Kultur-, Produk­tions- und Kreativ­branche", heißt es weiter in dem Schreiben, "dass die nun zur Abstimmung stehenden Vorschläge unsere berech­tigten Sorgen und Bedenken nach unserer Kenntnis nicht im Ansatz berück­sich­tigen." Filmaka­demie schreibt Brüssel einen Brand­brief

Deutsche Filmaka­demie: BRANDBRIEF NACH BRÜSSEL 09.10.2017

(frei zugänglich)

FAZ Der Bericht­erstatter Tiemo Wölken (SPD) habe "nicht geruht, den Beschluss des Kultur­aus­schusses, der die weitge­hende Beibe­haltung des sogenannten Terri­to­ri­a­li­täts­prinzips bei der Vergabe und Honorierung von Online-Rechten für Filme ausge­sprochen hatte, ins Gegenteil zu verkehren" schreibt die Frank­furter Allge­meine Zeitung. Das habe auch in der Medien­kom­mission von Wölkens Partei, der SPD, für Aufsehen gesorgt. Damit "entpuppe" er sich "als Lobbyist der öffentlich-recht­lichen Sender", so im Artikel weiter. Jörg Seewald schreibt weiter, dass man dies als "Etappensieg für die Kreativen" betrachten könne. In letzter Minute (E-Paper der FAZ vom 10. Oktober 2017, Ausgabe Nr. 235, Medien)

Eigene Anmerkung:
Dazu hatte der Rechts­aus­schuss des Europäi­schen Parla­ments über Twitter bereits gestern (9.10.2017) mitge­teilt, dass die Abstimmung zur SatCab-Verordnung kurzfristig auf November verschoben werde. Sie wird am Dienstag, den 21. November 2017 erfolgen.