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Schweden: Knapp 600 Schauspielerinnen publizieren in Tageszeitung Berichte über sexuelle Übergriffe

Missbrauch gäbe es nicht nur in Hollywood, schreibt Silke Bigalke in der Süddeut­schen Zeitung. In Schweden haben sich fast 600 Schau­spie­le­rinnen zusam­men­getan und in der Tages­zeitung "Svenska Dagbladet" detail­lierte Berichte über sexuelle Übergriffe publi­ziert. Unter­zeichnet hätten die Liste auch Oscar-Preis­trä­gerin Alicia Vikander und Sofia Helin aus "Die Brücke". Das Ende der Angst

Dazu berichtet auch Le Monde: 456 schwe­dische Schau­spie­le­rinnen beklagen sich über Beläs­ti­gungen und Bedrän­gungen…. berichtet lemonde.fr.  Sie erklären in einem Text über Beläs­ti­gungen und sogar Verge­wal­ti­gungen die sie von Kollegen und Vorge­setzten erlitten hätten. Es gab auch bereits erste Konse­quenzen, Entlas­sungen u.a.
Agres­sions sexuelles : 456 actrices suédoises accusent

Auch für das Publikum könnte jetzt „ein unbequemer Weg“ beginnen
Andreas Borcholte schreibt im Spiegel: „..in dem jetzt offenbar begin­nenden Selbst­rei­ni­gungs­prozess der Enter­tainment-Branche liegt die große Chance, dem morali­schen Reinheits­gebot, das vor allem viele Produk­tionen propa­gieren, auch hinter den Kulissen gerecht zu werden.“ Und er schreibt über das Publikum, das sich nun auch „..für die Würde und Nachhal­tigkeit der Produk­ti­ons­be­din­gungen inter­es­sieren.“ müsse. Traum­fabrik, aufge­wacht

Tippi Hedren und Alfred Hitchcock / „Bodenlose Heuchelei“
Claudia Becker schreibt in der Welt, dass es in der Debatte nicht nur um die Ächtung von Sexismus gehe, sondern es gehe „auch um die Furcht vor den Konse­quenzen, der eine Produktion mit einem mutmaß­lichen Sexual­straf­täter in den Kinokassen droht, den vertanen Chancen auf höchste Auszeich­nungen. Es geht vermutlich auch um das Bedürfnis, zu verdrängen. Auch die eigene Schuld, die darin bestehen könnte, jahrzehn­telang bewusst die Handlungen eines Stars ignoriert und sich so lange mit ihm geschmückt zu schmücken, wie die Gerüchte und möglichen Taten im Verbor­genen blieben.“ Kevin Spaceys Demontage ist bodenlose Heuchelei

Gegen­be­wegung zu #MeToo
Die Gegen­be­wegung zu #MeToo habe nicht lange auf sich warten lassen, schreibt Georg Diez im Spiegel: Reaktionäre Journa­listen würden vom Sexismus-Diskurs ablenken und würden die Aufklärung von sexuellem Missbrauch anzweifeln Haupt­sache, es ist laut und krass

Das US-Magazin "Conse­quence of Sound" veröf­fent­licht eine fortlau­fende Liste von Abusern A Running List of All the Dudes Accused of Sexual Misconduct Since Harvey Weinstein

(Alle frei zugänglich)