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Sat / Cab-Verordnung: Unverständnis bei der Verbraucherzentrale & Möglicher Ausgang der Beratungen vom 21.11.

Die EU-Kommission wolle Grenzen im Inter­net­fern­sehen abbauen – und scheitere ausge­rechnet an denen, die davon profi­tiert hätten. Viele Auslands­deutsche würden demnächst wohl weiterhin illegal im Internet Filme schauen, schreibt Hendrik Kasack, Brüsseler Wirtschafts­kor­re­spondent der Frank­furter Allge­meine Zeitung in seiner Gegen­dar­stellung zu seinem Kollegen (siehe oben). So habe Martin Madej von der Verbrau­cher­zen­trale Bundes­verband den Vorschlag der Kommission als „alles andere als ehrgeizig“ bezeichnet. Es gehe „schließlich nur für auch im linearen Fernsehen ausge­strahlte Sendungen, die direkt übertragen oder anschließend in der Mediathek des Senders bereit­ge­stellt würden.“ Madej könne nicht nachvoll­ziehen, warum „den Produ­zenten Einnahmen wegbrechen sollten“, denn: „Wenn ein deutscher Sender einen Film in deutscher Sprache auch in Spanien zugänglich mache, verringere das die Vermark­tungs­mög­lich­keiten des Films in spani­scher Version oder mit spani­schen Unter­titeln in keiner Weise.“

Wahrscheinlich werde es am 21.11. etwa so ausgehen, so im Artikel weiter, dass „nur noch Eigen­pro­duk­tionen“ der Sender sowie „weit überwiegend von ihnen produ­zierte Filme und Serie sowie Nachrich­ten­sen­dungen in der gesamten EU zugänglich“ gemacht werden würden. Jegliche angekauften Filme, Serien, Sport­ver­an­stal­tungen und Kopro­duk­tionen hingegen würde die Reform nicht betreffen. Madej sehe dies als „eine verpasste Chance“ und konsta­tiert: „Nun bleibt vielen Auslands­deut­schen weiterhin nur ein Weg: Die Filme illegal im Internet zu schauen – ohne dass für die Produ­zenten auch nur das Geringste gewonnen sei.“ Filmpro­du­zenten gegen mehr Verbreitung