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#MeToo-Debatte – Ein Presseblick: Benjamin Benedict, Thomas Bellut, Til Schweiger u.a. äußern sich

Die Welt: Felix Simon fasst die Debatte zum Fall Dieter Wedel bei „Maybrit Illner“ zusammen. Im Mittel­punkt habe die Frage gestanden, ob sich sexuelle Übergriffe in Zukunft verhindern lassen können. Die Antwort fiel wenig optimis­tisch aus. „Macht­miss­brauch findet da statt, wo Macht­systeme unein­ge­schränkt sind. Damals gab es weniger Korrektive und keine Überzeugung, dass Ansprech­partner nötig seien“. Benedict betont weiter, dass er es für „unerhört“ halte, dass viele Opfer dafür angefeindet werden würden, dass sie sich erst jetzt melden. „Niemand, der nicht selbst Opfer war, sollte urteilen darüber, warum sich jemand nicht vorher geäußert hat.“

Thomas Bellut, Intendant des ZDF stelle sich auch die Frage, warum keiner damals zum Telefon gegriffen habe, als die Fälle um Wedel passierten. „Offenbar war das Vertrauen in den Sender nicht groß genug, das zu melden.“ Und er folgert daraus „Wir haben eine gemeinsame Aufgabe mit den Produk­ti­ons­firmen so etwas in der Zukunft zu verhindern.“ – „Da muss die Frau sich nach Möglichkeit selbst wehren“ (frei zugänglich)

FAZ.net: Von der sexueller Nötigung bis zur Verge­wal­tigung – die Vorwürfe gegen Filmre­gisseur Dieter Wedel wiegen schwer. Manche Erklä­rungen bei Maybrit Illner wirkten wie Entschul­di­gungen von Feiglingen: Puritaner im feminis­ti­schen Kostüm (frei zugänglich)

Handels­blatt: Schau­spieler Til Schweiger will, dass Opfer sexueller Übergriffe bei Drehar­beiten einen Ansprech­partner haben. Schau­spie­lerin Brigitte Karner kriti­siert indes das Schweigen der Produ­zenten und Sender zu Wedels Verhalten: Promis fordern Aufklärung des Wedel-Skandals (frei zugänglich)