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Reitz, Klamroth im Interview

Wenn es um Filme in der ARD und um Fernsehen und Kino geht, sei man bei der Filmchefin des Bayeri­schen Rundfunks, Bettina Reitz, und dem Chef der Produk­ti­ons­firma Degeto, Jörn Klamroth, richtig, heißt es in der Frank­furter Allge­meinen. Michael Hanfeld und Michael Seewald schreiben im Vortext ihres Inter­views, Klamroth habe das Budget (250 Millionen Euro im Jahr), Bettina Reitz die Expertise. Zur "Amphi­bi­en­de­batte" sagt Bettina Reitz, der Vorfurf, der deutsche Kinofilm werde durch die Kopro­duk­ti­ons­gelder des Fernsehens auf immer und ewig zu künst­le­ri­schen Kompro­missen genötigt, laufe ins Leere, sie würde sogar so weit gehen zu sagen, dass eine Stärkung des künst­le­ri­schen Werks eher von ihr ausgeht als vom Kinomarkt selbst: Solange es uns gibt, wird das Kino gefördert.

Zu den Finan­zie­rungs­an­teilen sagt Reitz, sie finan­zierten bei Kinopro­duk­tionen zwischen 20 und 30 Prozent der Herstel­lungs­kosten. Jörn Klamroth: "Wir haben einen relativ großen Etat, mit dem aber viel geleistet werden muss, unerschöpflich ist er nicht." Ein Degeto-Fernsehfilm koste zwischen 1,5 und 1,7 Mio. Euro. Das klinge teuer, aber diese Filme seien Buyout-Produk­tionen und hätten "ein enormes Verwer­tungs­po­tential" innerhalb der ARD. "Das rechnet sich. Wir haben mal ausge­rechnet, dass eine Degeto-Minute auf alle Programme bezogen die Rundfunk­an­stalten 300 Euro kostet. Das sind also vertretbare Inves­ti­tionen." Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben (FAZ vom 13.02.2009, Nr. 37 / Seite 37 – Medien)