Im Rahmen der Anga Com wurde in diesem Jahr beim Panel „TV vs. Streaming – Neue Inhalte? Neue Kooperationen?“ auf die Frage, ob Inhalte selbst produziert werden müssten von Netzbetreibern unterschiedlich beantwortet:
Wolfgang Elsäßer, Leiter Business Unit TV der Deutschen Telekom habe sich, berichtet Niklas Eckstein im MEDIENBULLETIN (Ausgabe 3/2018, S. 72/73) „klar für eigens produzierte Inhalte ausgesprochen“, während Dr. Manuel Cubero, Chief Commercial Officer von Vodafone Deutschland sagte: „Wir produzieren nicht. Wir wachsen mit den Inhalte Produzenten mit.“ Frank Hoffmann, Geschäftsführer Programm RTL Television sähe, dass es nicht so leicht sei, in die Produktion eigener Inhalte einzusteigen und damit auch erfolgreich zu sein, Hoffmann im Artikel: „Es ist tatsächlich schwierig, im Sommer gute Regisseure zu finden. Es gibt einen regelrechten Kampf um Zeitbudgets.“
Oliver Berben, Vorstand Television, digital Media, Entertainment der Constantin Film AG sieht, dass es aktuell eine Transformation der Inhalte-Produktion gäbe: „Viele der heutigen Produktionen wird es in drei Jahren nicht mehr geben. Neue Formate werden häufiger zu Testballons…“
Inhalte-Anbieter würden sich, so Eckstein im Artikel weiter, „nicht mehr nur auf klassisch erhobene AGF Werte verlassen“, denn heute würden exakte Daten zur Nutzung von Inhalten gebraucht. Dr. Christoph Schneider, Geschäftsführer von Amazon Prime Video Germany betont dazu: „Wir haben ziemlich genaue Messgrößen für den Erfolg unserer Sendungen.“
Das lineare Fernsehen werde in Zukunft durch Addressable TV mehr Informationen über seine Zuschauer abgreifen, stoße aber auch an Grenzen. Ein Beispiel dafür sei der Datenschutz. (print / nicht frei zugänglich)