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Medienmarkt: Motto-Alles aus einer Hand – Neues Gesetz der Branche / Welten der Fernbedienung werden zu Ökosystemen der Streamingdienste

US-Megakon­zerne würden den Medien­markt beherr­schen, zeige eine aktuelle Rangliste des Kölner Instituts für Medien- und Kommu­ni­ka­ti­ons­po­litik (IfM). Dazu schreibt im Handels­blatt Hans-Jürgen Jakobs: Gerade der AT&T-Deal habe „ganz neue Zeichen im globalen Medien­markt gesetzt“. Es würden sich hier verbinden: Telefon­netze, Inter­net­ver­bin­dungen und Bewegt­bilder aller Art. Eine neue „Konvergenz“ von Vertrieb und Medien­in­halten soll die Kunden beglücken und zu Umsatz­sprüngen führen.“ Das sei „das neue Gesetz der Branche. Motto: Alles aus einer Hand.“
Zu Netflix heißt es im Artikel, dass es zum „Herold des Wandels“ werde: „Allein 2018 sollen insgesamt mehr als 700 Filme und Serien entstehen, koste es, was es wolle. Fast 13 Milli­arden Dollar gibt CEO Hastings dafür 2018 aus. Schul­denhöhe schon jetzt: mehr als acht Milli­arden Dollar.“
„Der Siegeszug der Strea­ming­dienste führe zu einem Anpas­sungs­zwang der Film- und Fernseh­firmen“ so der inter­na­tional erfahrene Medien­anwalt Christoph Wagner aus der Kanzlei Morrison Foerster in Berlin, der so aussähe: „Entweder man schließt sich einem Kabel- oder Telekom­riesen an, oder man konso­li­diert unter­ein­ander.“ Vorteile der Strea­ming­dienste seien u.a., dass sie „hohe Kosten für Kabel­plätze und Satel­li­ten­trans­ponder“ sparen würden. Wagner sagt, sie hätten dadurch mehr „content buying power“.

Apple werde allein in „2018 mehr als eine Milliarde Dollar für Filmpro­duk­tionen ausgeben, so der Medien­kom­missar weiter im Artikel.
Zwar würden deutsche Unter­nehmen auf dem globalen Medien­markt nur Neben­roller spielen, aber auch hier gäbe es Bewegungen, so bei der Deutschen Telekom, er schreibt: „Nun wollen die Manager über ihre Strea­ming­einheit Entertain TV (3,2 Millionen Kunden) expan­dieren. Geschätztes Budget für Rechte und Inhalte: eine Milliarde Euro für vier Jahre.“ Fernsehchef Wolfgang Elsäßer, so heißt es im Artikel „träumt von einem großen eigenen Markt­auf­tritt, losgelöst von Festnetz und Telefonie. Aus Entertain TV könnte im Zuge einer Offensive „Magenta“ werden, erfuhr das Handels­blatt.“ US-Konzerne wie AT&T, Disney und Netflix schreiben die Regeln der Medienwelt neu
(nicht frei zugänglich)