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Pirate-Bay-Prozess: Urteil am 17. April

Noch sei alles offen im Prozess gegen die Betreiber der Raubko­pierer-Webseite „The Pirate Bay“, schreibt Gunnar Herrmann in der Süddeut­schen Zeitung. Anklage und Vertei­digung hätten ihre Plädoyers gehalten, die Staats­an­walt­schaft fordere für die vier Angeklagten jeweils ein Jahr Haft. Dazu könnten mehr als zehn Millionen Euro Schaden­ersatz für die Film- und Musik­in­dustrie kommen. Die Vertei­digung bestreite alle Schuld und plädiere auf Freispruch. Am 17. April solle das Urteil verkündet werden: Robin Hood oder Gesindel? (SZ vom 4.3.2009, Seite 11 – Feuil­leton)

Das Gericht sei von den Studien nicht überzeugt, denen zufolge Pirate Bay die Unter­hal­tungs­branche nicht schädigt, weil die Suchseite nur zu Konsum anrege, zu dem es im Fall der Kosten­pflich­tigkeit gar nicht kommen würde, schreibt André Anwar im Tages­spiegel: Freie Beute (frei zugänglich)

Ginge es nach den schwe­di­schen Medien, bräuchten sich die  Angeklagten keine Sorgen machen, schreibt Reinhard Wolff in der tages­zeitung. Im Laufe der Verhand­lungen hätten sich die Sympa­thien der Medien mehr und mehr auf die Seite der „Piraten“ verschoben. Eine erste Unter­su­chung habe gezeigt, dass sieben von acht Beiträge positiv oder neutral über die Angeklagten berichten. „Die Schlacht um die öffent­liche Meinung haben wir verloren“, habe ein PR-Berater der Musik­branche unumwunden konsta­tiert: „Schlacht um die Medien verloren“ (frei zugänglich)