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Cannes: Basterds, Weißes Band im Wettbewerb

Bei den Filmfest­spiele in Cannes seien zwar keine Deutschen vertreten, schreibt Jan Schulz-Ojala im Tages­spiegel, doch von der Leinwand sei Deutsch zu hören. Michael Haneke erzähle eine Kinder­ge­schichte aus dem Norden, Quentin Tarantino jage Nazis in die Luft.

„Das weiße Band“ spiele kurz vorm Ersten Weltkrieg in Norddeutschland und sei unter deutscher Feder­führung produ­ziert und in Meck-Pomm und Brandenburg gedreht worden, so Schulz-Ojala weiter. Zudem seien allerhand deutsche Schau­spieler am Werk, aber weil neben dem öster­rei­chi­schen Regisseur Michael Haneke Kopro­du­zenten aus Öster­reich, Frank­reich und Italien an Bord sind, habe in Cannes zähes deutsches Jammern und Wehklagen über die verflixte inter­na­tionale Verflechtung des Filmge­schäfts angehoben: „Als sei es nicht hübsch, sich über ein paar Prome­na­den­mi­schungen zu freuen, wenn nach dem deutschen Reinheits­gebot gebraute Filme nun mal nicht zu haben sind!“ – Deutsche Schlach­te­platte (frei zugänglich)

„Das weiße Band“, der Wettbe­werbs­beitrag des Öster­rei­chers Michael Haneke, sei „ein wichtiger Film – ein sehr ernst­hafter Versuch, etwas über das deutsche Wesen zu erzählen und das in einer angemessen klaren Form“, schreibt Anke Westphal in der Berliner Zeitung. Der vor allem aber mit großar­tigen Kinder­dar­stellern reali­sierte Film werde vom Festival offiziell als „öster­rei­chi­scher“ geführt, doch erfülle Bernd Neumann zufolge auch die Kriterien für die Nominierung zum Deutschen Filmpreis. Mit X Filme in Berlin, so Neumann, trage eine deutsche Firma den Haupt­anteil an der Produktion: Deutsche Geschichten (frei zugänglich)

Das Böse habe Konjunktur in Cannes, meint Hanns-Georg Rodek in der Welt. Michael Haneke lüfte in „Das weiße Band“ „erstmals“ sein Geheimnis vom Ursprung der Gewalt: Horror­ex­perte Haneke zeigt, woher das Böse kommt (frei zugänglich)

Ganz Cannes habe dem neuen Werk von Quentin Tarantino entgegen gefiebert, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeut­schen Zeitung, und habe fulmi­nante „Inglou­rious Basterds“ gesehen. Dazu habe es Rätsel­spiele von Resnais und Haneke gegeben: Das Böse an sich (frei zugänglich)

In Variety: Rezen­sionen zu „Das weiße Band“ und „„Inglou­rious Basterds“:
The White Ribbon (frei zugänglich)
Inglou­rious Basterds (frei zugänglich)