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Zu den Plänen deutscher TV-Sender ein nationales Online-Video-Portal zu schaffen: Ein Kommentar

Von Kai-Hinrich Renner im Hamburger Abend­blatt: Reali­sierung „eher unwahr­scheinlich“. Hierzu­lande würden es die beiden öffentlich-recht­lichen Sender nicht schaffen „eine gemeinsame Mediathek ins Netz zu stellen“. Ein Grund dafür sei, dass der Intendant des ZDF Thomas Bellut gegen eine „fusio­nierte Mediathek“ sei, „bei der das eigene Produkt verschwindet“.

Die auf dem europäi­schen Markt weit verbreitete RTL-Group habe ihre Pläne in dieser Richtung bereits im vergan­genen Jahr „verworfen“, aus dem Grund: „Die europäi­schen Geschmäcker sind zu verschieden. Sie eint nur der Hunger auf ameri­ka­nische TV-Ware. Den können Netflix und Amazon besser stillen als europäische Anbieter.“ „Blaupause“ der Gruppe sei der RTL-eigene Dienst Videoland, so Renner weiter, der für Deutschland unter der bereits existie­renden Marke TV Now als Dienst zur Verfügung gestellt wird.

Bei der von ProSiebenSat.1 geplanten Plattform werde RTL mit einer Wahrschein­lichkeit „nahe null“ mitmachen. Renner kommen­tiert: „Doch hinter vorge­hal­tener Hand heißt es in Branchen­kreisen, ProSiebenSat.1 wolle die Verluste seines bereits existie­renden Strea­ming­dienstes Maxdome, der in der geplanten Plattform aufgehen soll, neu hinzu­kom­menden Gesell­schaftern aufbürden.“

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(Frei zugänglich)