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Pressemitteilung

DFFF-Kürzungspläne – Appell der Produzentenallianz an Haushaltsausschuss: Erfolge der deutschen Filmpolitik nicht aufs Spiel setzen!

Berlin, 11. November 2014 – Kurz bevor der Haushalts­aus­schuss des Deutschen Bundestags bei seiner Sitzung am 12. November letzt­malig über den Bundes­haushalt 2015 berät, hat die Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen nochmal an die Politiker appel­liert, die Mittel für den Deutschen Filmför­der­fonds nicht zu reduzieren:

„Der Deutsche Filmför­der­fonds ist das einleuch­tendste und auch volks­wirt­schaftlich effek­tivste Programm zur Förderung des deutschen Films und des Produk­ti­ons­standorts Deutschland. Seit seiner Einrichtung 2007 ist der durch­schnitt­liche Markt­anteil deutscher Filme von 16 Prozent (1995 bis 2007) auf 23 Prozent (2008 bis 2013) gestiegen, wurden mit ihm über 750 Filme mitfi­nan­ziert – von deutschen Block­bustern wie „Fack Ju Göhte“ über Filmkunst­er­folge wie „Das weiße Band“ bis zu starge­spickten inter­na­tio­nalen Kopro­duk­tionen wie „Inglou­rious Basterds“. Mit einem vergleichs­weise kleinen Volumen von 60 bis 70 Mio. Euro pro Jahr hat er in Deutschland seit seiner Einführung Folge­inves­ti­tionen in Höhe von rund 2,5 Milli­arden Euro ausgelöst. Indem durch seine Anreize inter­na­tionale Großpro­duk­tionen ins Land geholt werden konnten, ist die inter­na­tionale Wettbe­werbs­fä­higkeit der deutschen Filmin­dustrie gestiegen – Deutschland spielt auf der Weltkarte der Filmpro­duktion wieder eine Rolle.

Das alles würde durch eine Kürzung des DFFF auf 50 Mio. Euro weitgehend zunichte gemacht. Hochbud­ge­tierte inter­na­tionale Kopro­duk­tionen – und diese haben bei diesem neuen deutschen Filmwunder eine Turbo-Funktion – brauchen sicheren, einfachen und verläss­lichen Zugang zu Produk­ti­ons­an­reizen. Wenn diese Voraus­set­zungen in Deutschland nicht mehr erfüllt sind, gehen sie nach Großbri­tannien oder Kanada, wo jährlich ein Vielfaches des DFFF-Volumens zur Verfügung steht, oder in eines der vielen Länder, in denen eine schlechtere Infra­struktur und unter­ent­wi­ckeltes Knowhow durch eine Kombi­nation aus Förderung und niedrigen Löhnen ausge­glichen wird.

Wir appel­lieren an die Mitglieder des Haushalts­aus­schusses des Deutschen Bundestags: Bitte gefährden Sie nicht das, was bei uns mit dem Deutschen Filmför­der­fonds erreicht wurde! Wir stehen im Wettbewerb mit der ganzen Welt – setzen Sie die Erfolge der deutschen Filmpo­litik der letzten Jahre nicht aufs Spiel!“

Die Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen ist die maßgeb­liche Inter­es­sen­ver­tretung der deutschen Produ­zenten von Film-, Fernseh- und anderen audio­vi­su­ellen Werken. Sie vereint ca. 230 Produk­ti­ons­un­ter­nehmen aus den Bereichen Animation, Dokumen­tation, Kinofilm, TV-Enter­tainment, TV-Fiktion und Werbung.