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Product Placement: Beratungen der Länder-Rundfunkreferenten

Die Rundfunk­re­fe­renten der Länder berieten zur Zeit über die Umsetzung der EU-Richt­linie für audio­vi­suelle Medien­dienste, schreibt Peer Schader in der Frank­furter Allge­meinen. Dabei passe sich die Politik mit der Neure­gelung nur den derzei­tigen Verhält­nissen an. Schon jetzt seien viele Programme mit Werbung „durch­setzt“, die „trägen“ Landes­me­di­en­an­stalten kämen mit der Kontrolle kaum hinterher oder drückten ein Auge zu. Jetzt seien die Kontrol­leure von den Ländern beauf­tragt worden, eine Möglichkeit zu entwi­ckeln, wie sich Product Placement kennzeichnen lässt.

IP-Deutschland-Geschäfts­führer Martin Krapf glaube, dass Product Placement künftig allen­falls zwei bis drei Prozent der Refinan­zierung einer Produktion ausmachen werde, schreibt Schader weiter. Es stelle sich die Frage, warum man für einen solchen Effekt überhaupt die Trennung zwischen Werbung und Programm aufgeben soll, aber die Reich­weite klassi­scher Werbe­blöcke nehme ab, weil sie sich mit Festplat­ten­re­kordern leicht überspringen lassen. In der Konse­quenz müssten sich die Sender die Werbung näher ans Programm holen, damit die Zuschauer sie nicht einfach wegzappen können: Ich sehe was, was du nicht sehen sollst (frei zugänglich)