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FAZ berichtet über Netzwerke von Raubkopierern

Hinter illegal im Netz herun­ter­lad­baren Inhalten stehe ein gutor­ga­ni­siertes und exzellent ausge­rüs­tetes Netzwerk von Spezia­listen – die „Szene“, schriebt Hendrik Wieduwilt in der Frank­furter Allge­meinen Zeitung.

Den Mitgliedern oder einzelnen Gruppen der Szene gehe es darum, wer die besten, begehr­testen Dateien am schnellsten auf die meisten Server verteilt. Dadurch würden die eigenen Teamnamen in den Ranglisten der Server auf den vordersten Plätzen landen. Lediglich Ruhm sei der Lohn für die Anstren­gungen, Geld würde vorgeblich niemand verdienen.

Die GVU schätze die Mitglie­derzahl der Release Groups in Deutschland auf etwa 80, schreibt Wieduwilt weiter.
Für den normalen Inter­net­nutzer seien die Dateien der Szene nicht verfügbar, denn von Filesharing-Netzwerken wie Piratebay halte sich diese fern, doch durch „schwarze Schafe“ landeten sie kurz nach dem „Release“ doch auf den Rechnern der Nutzer, von wo aus sie weiter­ver­teilt würden.

Die Piraterie müsste an der Wurzel bekämpft werden, sage Christine Ehlers von der GVU. Die Staats­an­walt­schaften würden zu sehr auf die „Gewerb­lichkeit“ der Tat schauen, sage Ehlers. Das führe „zu der paradoxen Situation, dass einem Flohmarkt­händler, der wenige illegale Kopien verkauft, eine höhere Strafe droht als einem Release-Gruppen-Mitglied, dessen illegale Kopie einen viel größeren Schaden verur­sacht“: Auf den Pfaden der Raubkopie, F.A.Z., 04.08.2009, Nr. 178 / Seite 15