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Pirate Bay: erste Klon-Site online

Pirate Bay, der „Erzfeind“ der Enter­tain­ment­in­dustrie, vermehre sich, bevor er geschlossen werden kann, berichtet Spiegel online: „Für die Enter­tain­ment­in­dustrie ist das ein Fiasko“.

Pirate Bay, das seit einigen Jahren populärste BitTorrent-Portal, solle in Kürze geschlossen und die Adresse und Marke an das Unter­nehmen Global Gaming Factory (GGF) verkauft werden, so Spiegel online. Doch am Wochenende habe ein anonymer Nutzer der Pirate Bay eine kompri­mierte Backup-Kopie des gesamten Daten­be­standes der Torrent-Suchseite veröf­fent­licht, auf dass die Links zu Kopien von Filmen, Musikalben und Spielen weiter genutzt werden sollten, wenn die neuen Besitzer die Pirate Bay zu einem legal operie­renden Dienst machen. Am Donnerstag sei im Netz eine erste Kopie von Pirate Bay aufge­taucht. Damit sei klar, dass das Problem Pirate Bay für die Enter­tainment-Industrie weder mit dem erfolg­reich verlau­fenen Prozess gegen die Betreiber, noch mit dem Verkauf der Marke gelöst sein werde. Das rund 21 Gigabyte große Daten-Backup sei trotz seiner Größe seit Montag mehrere tausend Male herun­ter­ge­laden worden, das Entstehen weiterer Kopien sei darum höchst wahrscheinlich.

Pirate Bay sei nur eine von zahlreichen Torrent-Verzeich­nis­seiten, die BitTorrent-Nutzer zusam­men­führen, die nach bestimmten Daten suchen oder diese anbie­tenso Spiegel online weiter. Die Zahl solcher Dienste könnte nun durch die Veröf­fent­li­chung der Daten der ursprüng­lichen Pirate Bay noch wachsen: Erster Klon der Pirate Bay aufge­taucht (frei zugänglich)

Unter­dessen berichtet Musik­Woche, der voraus­sicht­liche Pirate-Bay-Käufer GGF wolle den neuen Dienst vorerst ohne vorhe­rigen Lizenz­erwerb eröffnen und im Falle eines Einspruchs der Urheber die entspre­chenden Inhalte entfernen, es liefen jedoch bereits Verhand­lungen Verwer­tungs­ge­sell­schaften: Neue Pirate-Bay-Eigner wollen auch ohne Lizenzen online gehen