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Piraterie: Bedrohung überschätzt?

In Spanien disku­tiere man derzeit mit einer „im Vergleich zu Deutschland überra­schenden Gelas­senheit“ über die Fragen des Umgangs mit der Filmpi­ra­terie, schreibt Rüdiger Suchsland in der Frank­furter Allge­meinen. Der Anlass sei die im Herbst anste­hende Neuordnung der spani­schen Filmför­derung, in deren Zusam­menhang auch neue Auswer­tungs- und Einnah­mewege geprüft würden, bei denen dem Bereich der Online­medien eine Schlüs­sel­rolle zukomme. Alex de la Iglesia, neuer Vorsit­zender der spani­schen Regie- und Filmaka­demie sage, die Bedrohung durch die Downloads normaler User werde überschätzt und kriti­siere zugleich die Hysterie mancher Produ­zenten, die ihr Publikum krimi­na­li­sierten: „Gefährlich sind die organi­sierten Banden, die hohe Stück­zahlen illegaler Filmkopien in Umlauf bringen“. Statt die einfachen User „zu Verbre­chern zu stempeln" setzten die spani­schen Filme­macher darauf, dass sich auf dem Markt auch das bessere Angebot durch­setzt: „Man kann am besten gegen Piraten kämpfen, indem man etwas Besseres anbietet: bessere Qualität zu angemes­senen Preisen“: Die Hyste­riker (FAZ vom 27.08.2009, Nr. 198 – Seite 33)