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Drei-Stufen-Tests: Medienanstalten wollen Vereinfachung

Wenige Stunden nachdem die Direk­to­ren­kon­ferenz der Landes­me­di­en­an­stalten (DLM) ihren Leitfaden für die Dreistu­fentests des öffentlich-recht­lichen Rundfunks vorge­stellt hatte, habe der ARD-Vorsit­zende Peter Boudgoust schon erklärt, was er davon hält: gar nichts, schreibt Peer Schader in der Frank­furter Allge­meinen. Die Medien­an­stalten machten sich laut Boudgoust zu „beamteten Lobby­isten der privaten Sender“, wenn sie sich in Verfahren einmischten, für die sie gar nicht zuständig seien. Nun lasse sich den Landes­me­di­en­an­stalten, die für die Kontrolle des privaten Rundfunks zuständig sind, sicher vieles vorwerfen, so Schader weiter, aber die Idee, die dem Leitfaden zugrunde liege, lohne zumindest eine nähere Prüfung. Denn das Papier bemühe sich bloß um das, was die Kontroll­gremien der öffentlich-recht­lichen Sender bisher nicht geschafft hätten, nämlich die schwie­rigen Dreistu­fentests zu verein­fachen, die ARD und ZDF seit dem Sommer für ihre Teleme­di­en­an­gebote durch­führen müssen, um Auswir­kungen auf den Markt zu bewerten. Die Sender täten gut daran, das zu lesen: Die haben Spaß an ihrem monströsen Verfahren (FAZ, 18.09.2009, Nr. 217 / Seite 35 – Medien)

Zur Presse­mit­teilung der Direk­to­ren­kon­ferenz der Landes­me­di­en­an­stalten: Landes­me­di­en­an­stalten wollen Verein­fa­chung der Drei-Stufen-Tests (frei zugänglich)

Zum Gutachten: Leitfaden für externe Gutachten zu markt­lichen und publi­zis­ti­schen Auswir­kungen im Rahmen von Drei-Stufen-Tests (Link auf PDF-Dokument, frei zugänglich)