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Zweite Amtszeit für Bernd Neumann?

Die Rente mit 67 sei für Bernd Neumann kein Thema, schreibt Harry Nutt in der Frank­furter Rundschau. Bereits im Wahlkampf habe der Kultur­staats­mi­nister mit der gebotenen Zurück­haltung signa­li­siert, dass er sehr wohl geneigt sei, seine Amtsge­schäfte fortzu­führen. „Nachhaltige Unter­stützung“ habe er dabei zuletzt von der „Grande Dame des deutschen Films“, Senta Berger, bekommen. Gute Zeugnisse habe es nicht nur aus der Filmwirt­schaft gegeben, selbst ein so gestan­dener Sozial­de­mokrat wie Klaus Staeck habe Neumanns koope­ra­tiven Stil gegenüber der von ihm geführten Akademie der Künste gelobt.

Bernd Neumanns „gedie­gener Pragma­tismus“ sei stilbildend für die politische Perfor­mance der großen Koalition gewesen, schreibt Nutt weiter, und jetzt stünden die Chancen nicht schlecht, dass Neumann an seine solide Vorarbeit anknüpfen kann. Das Vorfahrts­zeichen sei jetzt sogar aus der FDP gekommen, deren kultur­po­li­ti­scher Sprecher Hans-Joachim Otto für Neumanns Verbleib im Kanzleramt votierte. Während des Wahlkampfes sei wiederholt speku­liert worden, dass die Freide­mo­kraten für den Fall eines schwarz­gelben Bündnisses Ansprüche auf den Posten des Staats­mi­nisters anmelden könnten: Mach’s noch einmal, Bernd (frei zugänglich)

Im Gespäch mit dem Deutsch­landfunk sagte Hans-Joachim Otto: „Staats­mi­nister Neumann tut einen sehr guten Job, wir sind mit ihm sehr zufrieden. Er hat für die Kultur sehr viel erreicht und es gab eine vorbild­liche Zusam­men­arbeit zwischen dem Staats­mi­nister und dem Vorsit­zenden des Ausschusses für Kultur und Medien. Nach meiner Meinung könnte man diese gute Zusam­men­arbeit in der Koalition noch erfolg­reicher fortführen.“ Auf die Frage, ob Neumann Kultur­staats­mi­nister bleiben oder vielleicht sogar Minister werden soll, antwortet Otto: „Wir würden uns als FDP durchaus wünschen, dass die Kultur noch ein bisschen aufge­wertet wird, also, wenn Frau Merkel ihm statt eines Staats­mi­nis­ter­postens den Titel eines echten Bundes­mi­nisters geben würde, dann würde das sicherlich nicht am Wider­stand der FDP scheitern.“ – „Die kultu­relle Bildung hat so ein bisschen ein Schat­ten­dasein“ (frei zugänglich)