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PSS1 will „Nutzungsgebühr“ von Zuschauern

Der hochver­schuldete Fernseh­konzern ProSiebenSat.1 wolle sich künftig nicht mehr haupt­sächlich auf Einnahmen aus dem Verkauf von Werbe­zeiten verlassen, schreiben Joachim Hofer und Hans-Peter Siebenhaar im Handels­blatt.  Bis 2014 wolle der TV-Verbund rund 30 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der Werbung erzielen, doppelt so viel wie jetzt. Der Konzern plane, für bisher frei empfangbare Sender wie Pro Sieben, Sat 1 oder Kabel 1 von den Zuschauern eine Nutzungs­gebühr zu verlangen. Als Voraus­setzung brauche PSS1 laut Vorstands­vor­sit­zendem Thomas Ebeling „zugkräftige Sendungen auf den einzelnen Kanälen, auf die die Zuschauer keines­falls verzichten wollen.

Außerdem wolle sich die Sender­gruppe durch neue Geschäfts­felder verstärken, schreiben Hofer und Siebenhaar weiter. So plane das Unter­nehmen, eine eigene Fernseh­pro­duktion aufzu­bauen. Bereits Ende September habe ProSieben dazu einen mehrjäh­rigen Exklu­siv­vertrag mit dem nieder­län­di­schen Fernseh­pro­du­zenten Dick de Rijk geschlossen: Pro Sieben Sat 1 plant Bezahl-TV (frei zugänglich)