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Anke Schäferkordt: „Bei bleibender Qualität so effizient wie möglich produzieren“

RTL habe im ersten Halbjahr 2009 fast 100 Millionen Euro einge­spart, die Quoten seien so gut wie seit 2005 nicht mehr, schreiben Chris­topher Keil und Michael Moorstedt in der Süddeut­schen Zeitung in ihrem Interview mit RTL-Geschäfts­füh­rerin Anke Schäfer­kordt und fragen, warum sie nicht früher auf die Idee gekommen ist, Programm auf diesem Kosten­niveau zu machen. Sie antwortet, RTL habe „nicht nur im Programm gespart, sondern in allen Bereichen über die ganze Gruppe in Deutschland hinweg. Tatsächlich haben wir schon vor einigen Jahren angefangen, genau diesen Prozess einzu­leiten und unsere eigenen Struk­turen zu hinter­fragen mit dem Ziel, bei bleibender Qualität so effizient wie möglich zu produ­zieren.“ Beim Sparen verlange sie von den Produ­zenten nichts, „was wir selbst nicht erbringen.“

Es sei in den letzten Jahren nicht einfach gewesen, „die Zuschauer mit fiktio­nalen Programmen zu erreichen“, so Schäfer­kordt weiter, „nach wie vor wollen wir die Themen bringen, die von unseren Zuschauern nachge­fragt werden. Aber in Fiktion zu inves­tieren bedeutet nicht, dass grund­sätzlich eine höhere Qualität entsteht als in anderen TV-Genres.“ Auf die Frage, ob mehr Geld ins Programm inves­tiert werde, wenn die Konjunktur auf dem Werbe­markt 2010 anzieht, antwortet sie: „Wir erfüllen die Zuschau­er­wünsche im Moment sehr gut mit den vorhan­denen Budgets. Sollte das so bleiben, gibt es keinen Grund, automa­tisch mehr dafür auszu­geben.“ – „Wir ernten die Früchte“ (frei zugänglich, SZ vom 28.10.2009, Seite 15 – Medien)