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Frauen-Förderung oder Männer-Diskriminierung? Die Frauenquote im Filmbereich / Niehuus: „Das Projekt selbst hat bei unserer Förderung Priorität – im Paket mit der Regisseurin oder dem Regisseur.“

Frauen seien in der deutschen Filmbranche unter­re­prä­sen­tiert, heißt es bei der Deutschen Welle: Weibliche Protago­nisten und Regis­seu­rinnen seien selten, Frauen würden weniger Förderung und Budget erhalten. In einem Artikel von Laura Döing bei der Deutschen Welle online wird die Frage behandelt: Ist das schlimm? Und wäre eine Frauen­quote gerecht?

Ist eine Quote also das Mittel der Wahl, um einen fairen Wettbewerb zu schaffen und Frauen sicht­barer zu machen? Und was könnte sie wirklich verändern? Barbara Rohm vom Verein Pro Quote Film und Kirsten Niehuus, Geschäfts­füh­rerin Filmför­derung beim Medien­board Berlin-Brandenburg, antworten im Interview:

Kirsten Niehuus ist der Ansicht, dass „jede Förderung und jedes Festival“ die Frage nach der Quote „für sich entscheiden“ soll. Niehuus im Gespräch: „Eine Quote einzu­führen, ist sicherlich nicht falsch. Aller­dings finde ich, dass unsere Aufgabe als Medien­board Berlin-Brandenburg nicht nur darin besteht, Geschlech­ter­ge­rech­tigkeit in der Förderung herzu­stellen. Dass man darauf achtet, dass möglichst viele Frauen zum Zuge kommen und dass man sich deren Projekte genauer anschaut, finde ich aber absolut richtig. Unsere Prämisse lautet, dass bei gleicher Qualität Filme von Frauen bevorzugt gefördert werden.“ Sie sei, so die Filmför­der­chefin weiter, „Pro Quote sehr dankbar für die Sensi­bi­li­sierung in dem Bereich“, betont aber auch, dass sie bei der Filmför­der­ung­an­stalt des Medien­boards Berlin-Brandenburg  ..keine Quoten im Hinblick darauf, welche Genres, wie viele Arthouse-Filme oder wie viele Komödien wir fördern“ hätten. Niehuus betont: „Das Projekt selbst hat bei unserer Förderung Priorität – im Paket mit der Regis­seurin oder dem Regisseur.“ Frauen-Förderung oder Männer-Diskri­mi­nierung? Die Frauen­quote im Film

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