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Seitenblick: „Die Monokultur der geschlechtsspezifischen Erzählwelten ist ein Problem der Kinderbuchlandschaft.“

„Die Monokultur der geschlechts­spe­zi­fi­schen Erzähl­welten ist ein Problem der Kinder­buch­land­schaft“, stellt Meredith Haaf in der Süddeut­schen Zeitung fest. Es stehe zwar „außer Frage“, dass „seither viele neue Geschichten dazuge­kommen sind“ und „gerade die Kinder­buch­li­te­ratur des 20. Jahrhun­derts hat bei aller Kritik sehr viele ‚starke Mädchen‘ hervor­ge­bracht. Doch deren Drauf­gän­ge­rin­nentum und Willens­stärke bedarf, wenn man es genau besieht, viel zu oft der Kontrast­folie der weichen, überzeich­neten Weiblichkeit, um ihre Anziehung zu entfalten.“ Zwar gebe es auch Gegen­bei­spiele und es sei „an sich kein Problem“, wenn weibliche Haupt­fi­guren die Gemein­samkeit aufwiesen, „nicht besonders weiblich zu sein“, doch eine Erzählung, welche davon ausgehe, „dass ‚Weiblichkeit‘ – das Weiche, Häusliche – etwas ist, von dem man sich abgrenzen oder flüchten muss, bereitet den Boden für eine größere kultu­relle Ambivalenz und latente Abwertung dieser Sphäre.“ Bloß nicht wie ein Mädchen sein

(frei zugänglich/ vom 14.1.2019)