[Archiv] News bis 31.12.2021

„Germany’s Gold“: Online-Plattform von öffentlich-rechtlichen Sendern und Produzenten geplant

Die öffentlich-recht­lichen Sender wollten gemeinsam mit zahlreichen deutschen Film- und Fernseh­pro­duk­ti­ons­firmen ein Bollwerk gegen Youtube und andere Video­an­bieter im Internet errichten und 2012 eine deutsche Onlinevi­deothek gründen, schreibt Lutz Knappmann in den Financial Times Deutschland. Doch die Strategie der gebüh­ren­fi­nan­zierten Sender sei umstritten – und könnte das Kartellamt auf den Plan rufen.

Unter dem Arbeits­titel „Germany’s Gold“ werde derzeit eine groß angelegte kommer­zielle Onlinevi­deothek entwi­ckelt, so Knappmann weiter. Nutzer sollen dort gegen Gebühr oder begleitet von Werbung „Quali­täts­in­halte aus 60 Jahren deutscher Fernseh­ge­schichte“ abrufen können, habe ZDF-Intendant Markus Schächter am Donnerstag gesagt: „Es geht um die Perspektive, großes Geld im Video-on-Demand-Bereich zu verdienen“, so Schächter weiter, damit entstehe ein zentrales deutsches Programm­archiv im Netz.

Die vom ZDF und dem Branchen­verband Produ­zen­ten­al­lianz geborene Idee einer Webplattform habe mittler­weile „stark an Wucht gewonnen“, beteiligt sei ein breiter Querschnitt der TV-Szene, die Plattform stehe für weitere Inter­es­senten offen – etwa für die Privat­sender, schreibt Knappmann und zitiert Markus Schächter: „Ich habe selten eine solche Euphorie erlebt wie bei den Betei­ligten dieses Projekts.“ Die Kosten lägen bei einer sieben­stellige Summe: ARD und ZDF planen Allianz gegen Youtube (frei zugänglich)

Im FTD-Leitar­tikel heißt es, die Einnahmen solch einer Plattform dürfen nicht bloß dazu dienen, Kassen zu füllen, statt­dessen sollten die Gebüh­ren­zahler entlastet werden: Online unter Vorbehalt (frei zugänglich)