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KI.KA-Affäre (XXI): Anklage gegen Marco K. erhoben

Die Staats­an­walt­schaft Erfurt habe Anklage gegen den ehema­ligen KI.KA-Herstellungsleiter Anklage erhoben, meldet Spiegel online. Marco K. solle 61 Schein­rech­nungen in Höhe von über 4,6 Millionen Euro zur Bezahlung angewiesen haben, ein Fall, „in dem die internen Kontroll­me­cha­nismen offenbar versagt haben“: Ex-Herstel­lungs­leiter wegen Millio­nen­be­trugs angeklagt (frei zugänglich)

Bei der Anklage gehe es um Bestech­lichkeit in 48 Fällen, 8,2 Millionen Euro betrage der Schaden, schreibt Olaf Sundermeyer in der Frank­furter Allge­meinen. Es gehe beim Kika zwar um Taten, die von einem Einzelnen ausgingen, denen aber ein Geflecht zugrunde liegt, und es gehe „um generell undurch­schaubare Produk­ti­ons­be­zie­hungen“. Diese habe auch die Produ­zen­ten­al­lianz, der größte Lobby­verband deutscher Fernseh- und Filmpro­du­zenten, zu Jahres­beginn in einer Stellung­nahme zur Kika-Affäre angesprochen: „Eine fallbe­zogene Aufklärung reicht nicht mehr aus, als Schluss­fol­gerung aus der Kika-Affäre müssen grund­sätz­liche Weichen­stel­lungen erfolgen.“

Bis heute gebe es keine wirkliche Trans­parenz bei ARD und ZDF, schreibt Sundermeyer weiter. Zentrales Anliegen der Produ­zen­ten­al­lianz sei, dass Aufträge der öffentlich-recht­lichen Sender auch öffentlich gemacht werden. Eine Anfrage zum Auftrags­vo­lumen mögli­cher­weise in den Fall verwi­ckelter Unter­nehmen habe der feder­füh­rende MDR mit dem Hinweis beant­wortet, dass „wir uns zum Umfang der Aufträge nicht äußern“: Geht es jetzt endlich ans Einge­machte? (frei zugänglich)