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DOKLeipzig: „Zunehmende Resignation“

Mit einer Brandrede gegen das öffentlich-recht­liche Format-Fernsehen und seine simplen ästhe­ti­schen Rezepte habe DOKLeipzig-Festi­val­leiter Claas Danielsen vor zwei Jahren viel Staub aufge­wirbelt und auch seinen Medien­partner MDR ziemlich vergrätzt, schreibt Martina Knoben in der Süddeut­schen Zeitung. Das immerhin sei bei der Eröffnung des diesjäh­rigen Leipziger Dokumentar- und Anima­ti­ons­film­fes­tivals nicht passiert. Zwar habe sich „wenig verbessert und der Vorwurf, das Fernsehen lasse die Dokumen­tar­filmer im Stich, ist noch berech­tigter, seitdem die ARD fünf Talkshows in der Woche präsen­tiert und dafür ihren Dokumen­tarfilm-Sende­platz am Montag gen Mitter­nacht verschoben hat“. Gleich­zeitig aber sei unter den Dokumen­tar­filmern eine zuneh­mende Resignation zu spüren. Mancher habe das Fernsehen als Partner fast schon aufge­geben. In diesem Jahr habe Festi­val­leiter Claas Danielsen das Bild weiter ausgemalt und kriti­siert, dass Dokumen­tar­film­re­dak­tionen teilweise nur noch 10000 Euro als Ko-Finan­zierung anbieten würden, unabhängige Produk­ti­ons­firmen insolvent gingen oder aufgäben, weil sie von ihrer Arbeit nicht mehr leben könnte: So geht es nicht weiter (SZ vom 24.10.2011)