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ARD-Talkshows: „Quotenorientierte, populistische Programmpolitik“

„Beckmann“, die von allen ARD-Talkshows „die schlech­teste Quote einfährt“, solle seine Zuschauer ab Januar wieder am Montag­abend finden, meldet der Spiegel. Über eine entspre­chende Idee der Fernseh­di­rek­toren wollten die Inten­danten am Montag in Bremen beraten: ARD will Beckmann-Talkshow wieder auf Montag verschieben (frei zugänglich)

Verhand­lungs­masse seien „wieder einmal die Bildungs­in­halte“, schreibt dazu Claudia Tieschky in der Süddeut­schen Zeitung. Die beiden Dokusen­de­plätze im Ersten, die zuletzt auf Montag geschoben wurden, müssten erneut weichen und liefen dann donnerstags in Konkurrenz zu Illner und Markus Lanz. Der Plan offenbare, „dass die massive Talkshow-Program­mierung in der ARD ein Fehler war“, habe die Produ­zen­ten­al­lianz mitge­teilt: „Dass dafür ausge­rechnet die – ohnehin schon spät platzierten – Dokumen­ta­tions-Sende­plätze weichen müssen, zeugt von einer Missachtung des dokumen­ta­ri­schen Journa­lismus in der ARD.“ Der Sender­verbund setze durch seine „quoten­ori­en­tierte, populis­tische Programm­po­litik“ die journa­lis­tische Kompetenz immer mehr aufs Spiel: Eine gebro­chene Leiste (frei zugänglich)

Die Sektion Dokumen­tation der Produ­zen­ten­al­lianz frage warnend, ob die Dokus „bald ganz abgeschafft“ werden, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen: Rolle rückwärts (FAZ vom 28.11.2011, Seite 31 – Medien)