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„Dem Solidaritätsgedanken eine neue Basis schaffen“

Die vier für Produktion und Verwertung deutscher Kinofilme maßgeb­lichen Verbände der deutschen Filmwirt­schaft haben eine gemeinsame Stellung­nahme zur Novel­lierung des Filmför­de­rungs­ge­setzes (FFG) abgegeben. Mit ihren substan­zi­ellen und pragma­ti­schen Vorschlägen wollen der Verband der Filmver­leiher (VdF), der Haupt­verband Deutscher Filmtheater (HDF Kino), der Bundes­verband Audio­vi­suelle Medien (BVV) und die Produ­zen­ten­al­lianz gemeinsam die Zukunft der Filmför­derung auf der Grundlage des FFG sichern, die Struk­turen der FFA verschlanken und die Produk­tions- und Verleih­för­derung wieder stärker in den Mittel­punkt der Förder­tä­tigkeit der FFA rücken.  

„Die erhoffte Beruhigung ist auch nach dem Urteil des Bundesverwaltungs­gerichts Leipzig, das im Februar 2011 die Verfas­sungs­kon­for­mität des Filmför­de­rungs­ge­setzes festge­stellt hat, nicht einge­treten, der Ausschluss der Förderung der Digita­li­sierung der Markt­kinos wird vielmehr erneut mit verfas­sungs­recht­lichen Argumenten angegriffen“, stellt Uli Aselmann, Vorsit­zender der Kinosektion der Produ­zen­ten­al­lianz, klar und betont: „Ziel der gemein­samen Stellung­nahme war es deshalb, die Auseinan­dersetzungen der Vergan­genheit zu überwinden und das FFG zukunfts­fähig zu machen.“

„Unsere gemein­samen Vorschläge für eine FFG-Novel­lierung, die auch vom HDF getragen werden, sollen angesichts der wachsenden Gefährdung dieses unver­zicht­baren Finan­zie­rungs­in­stru­ments für unsere Filme zu einer Befriedung beitragen“, erläutert Dr. Thomas Negele, Vorstand des HDF Kino.

„Wir wollen mit der Novel­lierung dem Solida­ri­täts­ge­danken, der dem FFG zugrunde liegen sollte, eine erneute Basis schaffen. Nur so kann es nach Überzeugung unserer vier Verbände gelingen, das FFG für einen weiteren Fünfjah­res­zeitraum abzusi­chern“, ergänzt Joachim A. Birr, Ge­schäfts­führender Vorstand des BVV.

Nach gemein­samen Vorschlägen von VdF, HDF Kino, BVV und Produ­zen­ten­al­lianz sollen die Beiträge, die die Filmtheater, die Video­wirt­schaft und die Fernseh­sender in die FFA einbe­zahlen, der Höhe nach angeglichen werden. Zusätzlich wird ein entspre­chender Beitrag von den Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­nehmen erwartet, die ihre Angebote wesentlich auch mit der Bereit­stellung audio­vi­su­eller Werke vermarkten.

„Außerdem wollen wir eine Konzen­tration der Förder­tä­tigkeit der FFA auf die wichtigsten Förder­be­reiche“, erklärt Johannes Kling­sporn, Ge­schäftsführer des VdF: „Im Mittel­punkt steht neben der Pro­duk­tions­förderung auch eine stärkere Verleih­för­derung, die dazu beitragen soll, dem deutschen Kinofilm auch weiterhin zu der erfor­der­lichen Präsenz in den Kinos zu verhelfen.“

Zum Download: Gemeinsame Stellung­nahme des Verbands der Filmver­leiher (VdF), des Haupt­ver­bands der Filmtheater HDF), des Bundes­ver­bands Audio­vi­suelle Medien (BVV) und der Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen zur Novelle des FFG 2014–2018