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FFG-Novellierung: „Echte, unabhängige Filmproduktionsfirmen unterstützen den Standpunkt der Produzentenallianz“ zur Referenzfilmförderung

Als Reaktion auf das Positi­ons­papier zur FFG-Novelle von Produ­zen­ten­al­lianz, HDF Kino, VdF und BVV hätten sich der Verband Deutscher Filmpro­du­zenten, der film & fernseh produ­zen­ten­verband nrw und der VFFVmedia e.V. in einem gemein­samen Papier u.a. gegen eine deutliche Erhöhung der Referenz­mittel im neuen FFG ausge­sprochen, berichtet Blickpunkt:Film. Unter anderem hätten die drei Verbände argumen­tiert, die Kürzung der Projekt­för­derung würde den „Untergang des hochwer­tigen, auch im Ausland wahrge­nom­menen deutschen Films bedeuten“. Nicht kommer­ziell vielver­spre­chende Komödien, sondern Filme unabhän­giger Produ­zenten wie „Die Blech­trommel“ (Produzent: Bioskop, Anm. d. Red.), „Jenseits der Stille“ (Claussen+Wöbke), „Das Leben der Anderen“ (Wiedemann & Berg), „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Goldkind) oder „Das weiße Band“ (X Filme) seien mit Oscars oder deren Nominie­rungen ausge­zeichnet worden und hätten „dem deutschen Film und unserer Kultur großes Ansehen verliehen“.

Mit Ausnahme des Films „Die Blech­trommel“ seien jedoch alle genannten Titel von Mitgliedern der Produ­zen­ten­al­lianz produ­ziert worden, „die umfassend hinter der Position ihres Verbandes zur Stärkung der Referenz­film­för­derung stehen“, heißt es in der Blickpunkt:Film-Meldung weiter. Als Reaktion auf die Instru­men­ta­li­sierung ihrer Werke zum Zwecke einer von ihnen nicht geteilten Argumen­tation hätten die betrof­fenen Produ­zenten Stefan Arndt, Sven Burge­meister, Jakob Claussen und Max Wiedemann nun ihrer­seits einen offenen Brief an die drei Verbände unabhän­giger Produ­zenten verfasst: Die Erklärung der drei Produ­zen­ten­ver­bände sei „extrem irreführend“ und täusche im Fall der vier betrof­fenen Produ­zenten auch einen falschen Sachverhalt vor: „Gestärkte Referenz­mit­tel­för­derung ist vor allem auch zum Vorteil von Filmen mit kulturell nachhal­tiger Bedeutung. Wir als echte, unabhängige Filmpro­duk­ti­ons­firmen unter­stützen den Stand­punkt der Produ­zen­ten­al­lianz, Sektion Kino, ausge­drückt im Positi­ons­papier zur Stärkung der Referenz­film­för­derung, umfassend."

Man betrachte es als Ehren­sache unter Kollegen, dass Produk­tionen nur dann für Argumen­ta­tionen und Positionen aufge­nommen würden, wenn die Betrof­fenen diese auch teilten. Konse­quen­ter­weise werde die Strei­chung der entspre­chenden Titel aus der Stellung­nahme gefordert: Allianz­mit­glieder kontern Stellung­nahme unabhän­giger Produ­zenten

Zum Offenen Brief von Stefan Arndt (X Filme), Sven Burge­meister (Goldkind Film), Jacob Claussen (Claussen+Wöbke+Putz) und Max Wiedeman (Wiedemann & Berg) an den Verband Deutscher Filmpro­du­zenten e.V., den film & fernseh produ­zen­ten­verband nrw e.v. und die VFFVmedia e.V. zur Presse­mit­teilung „Novel­lierung des FFG“ (frei zugänglich)