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Digitalisierungsmodell „offenbar endgültig gescheitert“

Die Politik betrachte die Gespräche über ein branchen­weites Digita­li­sie­rungs­modell offenbar als endgültig gescheitert, berichtet Blickpunkt:Film. Nach Angaben der filmpo­li­ti­schen Sprecherin der SPD-Bundes­tags­fraktion, Angelika Krüger-Leißner, habe Kultur­staats­mi­nister Bernd Neumann im aktuellen Haushalts­entwurf seines Ressorts keine Vorkeh­rungen für die Digita­li­sierung der Kinos getroffen: Branchen­weites Digita­li­sie­rungs­modell am Ende

Im Interview mit der Welt sagte Bernd Neumann, der durch die „Quertrei­be­reien einiger Kinoketten“ entste­hende Anteil an den FFA-Einnahmen von gut 50 Mio. Euro liege bei etwa 10 Mio.: „Wenn dieses Geld eine Zeit lang fehlt, bricht die Kinowelt nicht sofort zusammen – aber manche Förder­maß­nahme kann eben nicht erfolgen und der psycho­lo­gische Effekt ist schon gefährlich: Die verläss­lichen Zahler werden nicht ewig still­halten, wenn sich andere verweigern“. Weiter sagt Neumann, sein Digita­li­sie­rungs­modell hätten „einige Ketten verhindert, die nun auf eigene Kosten umstellen“. Finanz­schwache Programm­kinos oder Kinos in struk­tur­schwachen Gebieten könnten das überwiegend nicht. „Deshalb werden wir ein neues Modell entwi­ckeln, gerade damit die Kleinen nicht auf der Strecke bleiben und weiterhin ein Kinoan­gebot jenseits der Ketten auch in struk­tur­schwachen Gebieten bestehen.“ – Das Problem sind die großen Kinoketten (frei zugänglich)