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Arte: Gefahr, programmliches Alleinstellungsmerkmal zu verlieren

Ob Arte Gefahr laufe, sein programm­liches Allein­stel­lungs­merkmal zu verlieren, fragt René Martens in der Funkkor­re­spondenz. Dass sich die Frage stelle, liege in der Konstruktion von Arte begründet: Die Mittel für die Programm­ge­staltung flössen nur zu einem sehr kleinen Teil an Arte selbst. Wie die Beiträge, die die Bundes­bürger für das deutsch-franzö­sische Gemein­schafts­pro­gramm aufbringen, genutzt werden, entschieden letztlich die ARD-Anstalten und das ZDF, die jeweils die Hälfte des deutschen Programm­an­teils beisteuern. Dabei hätten die Sender oft eher ihre eigenen Inter­essen im Sinn als die von Arte. Der franzö­sische Gesell­schafter Arte France sei dagegen ein eigen­stän­diges, von keinem anderen Sender abhän­giges Unter­nehmen, das allein den Auftrag habe, den franzö­si­schen Programm­anteil für Arte zu liefern. Besonders in der Kritik stehe seit einiger Zeit der WDR, der in den letzten Jahren dazu überge­gangen sei, Arte-Mittel für einen Film in der Regel nur noch dann zu bewil­ligen, wenn er auch in das eigene Dritte Programm passt. Wer einen Film für einen inter­na­tional ausge­rich­teten Sender wie Arte nur dann zu finan­zieren bereit ist, wenn er in ein regio­nales Programm passt, missbrauche die Arte-Gebüh­ren­gelder, sage Christian Beetz, Mitin­haber der Gebrüder Beetz Filmpro­duktion: Kein Raum für Illusionen (frei zugänglich)