PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 3. Februar 2026 – Die Produktionsallianz (PA) und der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) setzen mit ihrem gemeinsamen Vorschlag einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung mit Rechterückbehalt und einer flexiblen Öffnungsklausel zur Stärkung des Film- und Serienstandorts Deutschland auf einen Kompromiss, der zusammenführen und Brücken bauen soll. Auf ihren Vorschlag hin haben die Verbände bislang positive Resonanz erhalten.
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der PA, und Achim Rohnke, Geschäftsführer und CEO des VTFF, betonen:
„Die Investitionsverpflichtung ist ein europäisches Erfolgsmodell – kein parteipolitisches Projekt. In den Filmländern Europas wurde sie unterschiedlich umgesetzt und genau daraus kann Deutschland lernen, um ein passgenaues Modell für den eigenen Markt zu entwickeln.
Das Modell, das die Möglichkeit zu Branchenvereinbarungen erhalten soll, verbindet verbindliche Rahmenbedingungen mit der notwendigen Flexibilität für unterschiedliche Geschäftsmodelle und kann damit eine Grundlage für eine tragfähige Lösung darstellen.
Davon wird die gesamte Branche profitieren, ausdrücklich auch das Kino. Hochwertige Film- und Serienproduktionen stärken die Verwertungskette und sorgen dafür, dass herausragende Inhalte für die Kinoauswertung zur Verfügung stehen. Ein starker Produktionsstandort ist damit auch eine wichtige Grundlage für die Zukunft des Kinomarktes.
Wir sehen: In den vergangenen Wochen ist es gelungen, gemeinsame Positionen zu entwickeln. Produktionsallianz und VTFF werden auch weiterhin alles daransetzen, diese Dynamik zu nutzen und gemeinsam mit Politik und Markt tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Denn die Branche wartet darauf, dass der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien Wolfram Weimer seine industriepolitische Erfahrung nutzt, um innerhalb der Koalition einen Kompromiss zu ermöglichen. Ziel muss es sein, den Filmstandort Deutschland zu beleben – zum Wohle von Wachstum, Innovation und Wertschöpfung.
Wir sind überzeugt: Ein politischer Kompromiss zur nachhaltigen Stärkung des Film- und Serienstandorts Deutschland ist bis zur Berlinale erreichbar. Zeitgleich zu einer politischen Entscheidung kann dann auch der Sperrvermerk über die angekündigten zusätzlichen Mittel der Filmförderung des Bundes aufgehoben werden. Nun kommt es darauf an, dass die Bundesregierung zeitnah Klarheit schafft und damit die Grundlage für Investitionen, Beschäftigung und Wachstum am Filmstandort Deutschland legt.“
Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
Juliane Werlitz
Pressesprecherin und Leitung Kommunikation
Tel. 030 20 67 088 24, Mail: juliane.werlitz@produktionsallianz.de
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