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Günter Rohrbach: Öffentlich-rechtlichen Sendern fehlt für ein profiliertes Programm das Geld

Im Interview mit der Süddeut­schen Zeitung sagt Günter Rohrbach, auch die öffentlich-recht­lichen Sender könnten nicht davon absehen, dass die Zuschauer heute eine große Wahlmög­lichkeit haben. Die Frage sei, wie man darauf reagiert, ob man ins Unver­bind­liche ausweiche oder sich den Themen unserer Zeit stelle: „Auch Probleme haben einen Unter­hal­tungswert; man muss das nicht verstecken, man sollte damit wuchern. Es sind nicht die schwie­rigen Filme, denen die Zuschauer ausweichen, sondern die schlechten.“

Den öffentlich-recht­lichen Sendern fehle für ein profi­liertes Programm „freilich“ auch das Geld, so Rohrbach weiter. Die Rundfunk­an­stalten seien „eine Fehlkon­struktion, von Anfang an“. Man habe damals die Erfah­rungen aus dem Hörfunk einfach fortge­schrieben. Der WDR, der etwa ein Viertel des Ersten Programms beitrage, habe heute noch 4300 Angestellte, obwohl immer größere Teile des Programms außerhalb der Anstalten herge­stellt werden. „So kommt es, dass die Sender zwar viel Geld haben, aber immer weniger für das Programm.“ – Wir wussten, dass wir Prügel beziehen (SZ vom 5.1., S. 30 – Medien)