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Filmförderung: „Das alte Kintopp muss sich schleunigst neu erfinden“

Dem deutschen Kino gehe es aufgrund einiger Megahits zwar prima, und die Filmför­derung des Bundes sei in Sparzeiten sogar gewachsen, schreibt Thomas Klingen­maier in der Stutt­garter Zeitung. Die kultu­relle Filmför­derung des Bundes habe einen Aufschlag von 15 Millionen Euro erhalten, das sei die Hälfte von dem, was bisher jährlich via Förder­pro­grammen und Auszeich­nungen ausge­schüttet wurde. „Man sei also, wird es heißen, auf dem richtigen Wege, man habe große Erfolge vorzu­weisen und freue sich, dass die Politik das auch würdige. Gemeinsam werde man den deutschen Film noch viel weiter nach vorne bringen.“

Doch die Nachrichten über Kraft und Vitalität täuschten, so Klingen­maier weiter, „das alte Kintopp muss sich schleu­nigst neu erfinden“. Das Kino und auch der deutsche Film ständen vor der Aufgabe der Neuerfindung für ein Zeitalter von Tablets und Serien­be­geis­terung, privaten Filmpartys und großen Multi­media-Events. 15 Millionen Euro mehr für einen Fördertopf seien da „reine Augen­wi­scherei“: Massen­weise Ware, die keiner sehen will (frei zugänglich)