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BR-Intendant Wilhelm: „Wir sind zu Veränderungen bereit“

Im Interview mit der ZEIT spricht BR-Intendant Ulrich Wilhelm über die digitale Zukunft, die „Lügen­presse“ und sein Gehalt. Zum Thema „Mehr Geld für die ARD?“ sagt er: „Wir sprechen über einen Ausgleich für die jährlichen Teuerungen, nicht mehr. Der öffentlich-recht­liche Rundfunk ist Teil der öffent­lichen Daseins­vor­sorge. Beim Trink­wasser würde niemand sagen, es darf die nächsten zehn Jahre nicht teurer werden, selbst wenn das Wasser schlechter wird. In unserem Fall aber gibt es eine Strömung, die es als Wert an sich ansieht, wenn der Rundfunk­beitrag nicht steigt. Das bedeutet aber, dass es peu à peu nur schlechter werden kann – und zwar im Programm. Denn wir haben große Kosten­blöcke, an denen wir kurzfristig nichts ändern können.“ Der Bayerische Rundfunk habe „bei unter­durch­schnitt­lichen Perso­nal­kosten viel und gutes Programm gemacht. Heute muss der BR mit denselben Beitrags­ein­nahmen wirtschaften wie 2009, da es seit sechs Jahren keine Erhöhung gegeben hat, während wir gleich­zeitig Tarif­er­hö­hungen hatten, höhere Kosten für den Program­meinkauf und höhere Technik­kosten.“ Auf die Frage, was er vorschlage, antwortet Wilhelm: „Wir sind zu Verän­de­rungen bereit. Das derzeitige Verfahren zur Ermittlung des Finanz­be­darfs ist aber nicht geeignet, da wir alle zwei Jahre im Stakkato auf neue Kürzungen reagieren müssen“ – „Es ist etwas ins Rutschen gekommen“ (DIE ZEIT vom 19.5.2016, Wirtschaftsteil)

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