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Affäre Heinze/NDR (VIII): Fortsetzung der TV-Qualitätsdebatte

Spätestens seit dem Wochenende verlagert sich die Bericht­erstattung über den „Fall Heinze“ weg von der Aufde­ckung neuer Details hin zu einer Fortsetzung der sender­kri­ti­schen Quali­täts­de­batte, die zuletzt mit der Aufde­ckung des „Marienhof-Skandals“ und der Diskussion um „amphi­bische Filme“ die Feuil­letons beschäf­tigte.

Heute schreibt Jens-Christian Rabe in der Süddeut­schen Zeitung, der „echte Skandal“ an der Sache sei „natürlich nicht“ die unlautere Berei­cherung der Fernseh­spiel-Chefin. „Der Skandal ist, dass die ARD-Führung erst jetzt an ihrer Arbeit zweifelt. Und vor allem: nur an ihrer und im Grunde nur an Äußer­lich­keiten.“ Wenn nicht alles täusche, hätte man die gar nicht so kleine Gruppe der Zuschauer verloren, „die sich auch von erfun­denen Geschichten nicht für dümmer verkaufen lassen wollen, als sie sind, und die eine Ahnung davon haben, was ihnen gezeigt werden könnte, wenn man es ernst meinte mit dem Werben um ihre Gunst“. Anschließend erklärt Rabe, „warum jüngere Zuschauer den Fernseher nur noch für impor­tierte DVDs einschalten“, erläutert, die „Liste der so ungewohnt gut und schlau erzählten angel­säch­si­schen Serien ist mittler­weile so lang, dass man, wollte man sich jetzt erst einen Überblick verschaffen, wohl mehrere Wochen Urlaub nehmen“ müsse und stellt einige dieser Serien vor: Eisige Sorgfalt (SZ vom 8.9.2009, Seite 11 – Feuil­leton)