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Affäre Heinze/NDR (X): NDR will Anti-Korruptionsbeauftragten berufen

NDR-Intendant Lutz Marmor wolle mit der Berufung eines Korrup­ti­ons­be­auf­tragten auf den Skandal um die fristlos gekün­digte Fernseh­film­chefin Doris J. Heinze reagieren, meldet Meedia.de. Im Interview mit der Süddeut­schen Zeitung habe Marmor gesagt, man dürfe anderer­seits „keine Misstrau­ens­kultur einführen“: NDR beruft Anti-Korrup­ti­ons­be­auf­tragten (frei zugänglich)

Zum Fall Heinze sagt Marmor im Interview mit der Süddeut­schen Zeitung, „wegen der schweren Verfeh­lungen einer Person gleich das ganze System des öffentlich-recht­lichen Rundfunks in Frage zu stellen, wäre unver­hält­nis­mäßig.“ Bei der Aufklärung müsse Gründ­lichkeit vor Eile stehen, es gebe .„derzeit täglich neue Erkennt­nisse“. Heinze habe etwa das als Marie Funder geschriebene Drehbuch für den vom NDR nicht reali­sierten Film „Dienstage mit Antoine“ nahezu zeitgleich unter ihrem richtigen Namen an die ZDF-Produk­ti­ons­tochter Network Movie verkauft. Auf die Frage, warum öffentlich-recht­liches Fernsehen Produk­ti­ons­töchter brauche, antwortet Marmor im Interview, weil „wir sonst am Ende sehr schnell abhängig von den Produk­ti­ons­töchtern der Konkurrenz wären“, er wolle nicht ausschließlich deren Know-how angewiesen sein: „Wir müssen Wider­spruch aushalten können“ (SZ vom 12.9.2009, Seite 21 – Medien)