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ARD plant YouTube-Kanäle für Tatort, Comedy und Satire

Der „Tatort“ bekomme einen eigenen Kanal bei YouTube, der ab Herbst immer den aktuellen Film zeigen soll, berichtet Meedia.de. ARD-Sprecherin Silvia Maric habe gegenüber dem Tages­spiegel betonte, dass es dem Ersten auch darum gehe, „ein verläss­liches und von uns gesteu­ertes Angebot an den Start zu bringen“. Damit dürfte klar sein, dass es den öffentlich-recht­lichen schon länger ein Dorn im Auge gewesen sei, dass beim Video-Portal unzählige alte Folgen hochge­laden wurden und jederzeit angesehen werden können. Wahrscheinlich werde die ARD nun auch schon bald beginnen, gegen diese Rechte­ver­let­zungen vor zu gehen. Für Intendant Lutz Marmor befinde sich das Projekt noch in der Kategorie: „Versuch und Irrtum“. Im Interview mit dem Weser Kurier habe er gesagt: „Ob ein eigener YouTube-Channel gut funktio­niert, wer weiß das schon vorher? Wie sich die digitale Medienwelt entwi­ckeln wird, keiner hat da ein sicheres Rezept.“ – Auch (irgendwie) eine Antwort auf Netflix: ARD zeigt „Tatort“ jetzt auch auf YouTube (frei zugänglich)

Einziger Vorteil im Vergleich zur ARD-Mediathek sei, dass die Folgen auf YouTube auch im Ausland abrufbar sind, schreibt Sonja Álvarez im Tages­spiegel. Neben dem „Tatort“ sollten künftig auch die Comedy- und Satire­sen­dungen im Ersten einen eigenen YouTube-Kanal bekommen. Die Rechte für die einzelnen Formate müssten aber noch geklärt werden. Große Zusatz­kosten würden durch die neuen Angebote nicht entstehen, da die Videos ohnehin produ­ziert und für die Media­theken bereit­ge­stellt würden: Tote erst nach 20 Uhr (frei zugänglich)

Im Interview mit dem Weser Kurier reden Lutz Marmor, NDR-Intendant und ARD-Vorsit­zender, und Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger auch über Talkshows, Quoten und den geplanten Jugend­kanal: „Wir fragen uns täglich, ob wir gut genug sind“ (frei zugänglich)