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Aussteiger-Kritik an ARD und ZDF: „Die Macht des öffentlich-rechtlich gesicherten Gehalts“

In einer 90-minütigen Live-Sendung stellten sich am Montag­abend der ARD-Vorsit­zende und NDR-Intendant Lutz Marmor sowie sein Kollege Tom Buhrow vom WDR Zuschau­er­fragen, berichtet Kress online, Kritik werde aber auch in Zukunft Mangelware bleiben. Die jüngsten kriti­schen Refle­xionen der BR-Fernseh­di­rek­torin Bettina Reitz und des ZDF-Kultur-Hierarchen Wolfgang Herles just nach dem Ausscheiden aus dem Anstalts-Dienst seien nur „verstö­rende Zeichen für eine jahrzehn­te­lange Entwicklung, kommen­tiert Kress-Chefre­dakteur Bülend Ürük: „Interne Kritik zu Fehlent­wick­lungen ist nicht nur unerwünscht, sondern wird mit rigidem Karrie­re­entzug bestraft. Kritiker – ganz gleich zu welchem Thema – werden als Nestbe­schmutzer ausge­grenzt und ausge­sondert: Warum ein ARD-Check das System nicht verändern wird (frei zugänglich)

„Plötzlich Kritiker: Bettina Reitz, Wolfgang Herles und die neue öffentlich-recht­liche Exit-Strategie für langjährige Mitar­beiter“ – Claudia Tieschky fragt in der Süddeut­schen Zeitung: „Wäre, ganz ernsthaft, dieses öffentlich finan­zierte Rundfunk­system mit sieben Milli­arden Budget jährlich nicht ein ganz anderes, wenn Leute wie Herles und Reitz Debatten in aller Öffent­lichkeit schon anzetteln würden, so lange sie damit noch etwas ändern können? Und gibt es eine geheime Macht bei ARD und ZDF, die sie daran hindert? Ist es vielleicht die Macht des öffentlich-rechtlich gesicherten Gehalts?“ Es sei aber vielleicht nicht zu spät – müsse Lutz Marmor für Montag nicht ganz, ganz dringend Bettina Reitz und Wolfgang Herles einladen? – Die Messe ist gelesen (frei zugänglich)