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Bayerischer Rundfunk: „Es herrscht massive Geldnot“

Der Bayerische Rundfunk habe 2014 mit einem dicken Minus von 12,3 Mio. Euro abgeschlossen – obwohl er mit 1,077 Mrd. Euro 3,8 Prozent mehr einge­nommen habe, meldet Blickpunkt:Film. Die hohen Ausgaben habe der Sender mit aufwän­digen Übertra­gungen von Sport­ver­an­stal­tungen erklärt, außerdem habe sich eine Tarif­er­höhung sowie deren Auswirkung auf die Alters­ver­sorgung finan­ziell bemerkbar gemacht. Unterm Strich habe der BR mit 1,088 Mrd. um zwei Prozent mehr aus als 2013 ausge­geben: BR rutscht trotz sprudelnder Einnahmen tief ins Minus

Für 2016 seien nach BR-Angaben weitere Einspa­rungen in Höhe von 22 Millionen Euro geplant, meldet epd Medien aktuell. Da der Rundfunk­beitrag sechs Jahre lang nicht erhöht worden sei, die Kosten aber gleich­zeitig stiegen, stehe dem Sender immer weniger Geld zu Verfügung. Die Redak­tionen seien angehalten, ihre Ausgaben um drei Prozent zu verringern, alle anderen Abtei­lungen müssten fünf Prozent einsparen: BR nach Minus im Jahr 2014 weiter unter Sparzwang

Im BR schlage gerade voll durch, was Politiker als Erfolg vermelden, schreiben Stefan Mayr und Claudia Tieschky in der Süddeut­schen Zeitung: Die Beiträge für Gebüh­ren­zahler seien seit 2009 stabil, die Budgets der Sender einge­froren, das Milli­ar­denplus, das die neue Rundfunk­abgabe bringt, liege auf einem Sperr­konto. Zugleich stiegen die Kosten im Sender. „Es herrscht massive Geldnot.“ Was werde, was könne der BR noch leisten, wenn er sich verkleinert? Auch die „hoch angesehene Fernseh­di­rek­torin“, die regel­mäßig Preise für Fernseh- und Spiel­filme nach München geholt habe, müsste das umtreiben – wenn Bettina Reitz, die am Donnerstag „sehr ernst“ in der Sitzung gesessen hab, nicht „bereits auf dem Absprung wäre“. Der Hochschulrat hat sie zur Präsi­dentin der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film gewählt. Auf ihren Nachfolger warteten schwierige Zeiten: Sender in Schieflage (frei zugänglich)

Zur Presse­mit­teilung des BR-Rundfunkrats: Jahres­ab­schluss und Wirtschafts­rechnung genehmigt (frei zugänglich)