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BFFS und „über 60 namhafte Vertreter des deutschen und deutschsprachigen Films“ gegen DFFF-Kürzung

In einem offenen Brief an Bundes­kanz­lerin Angela Merkel (CDU) und die Abgeord­neten des Bundestags hätten mehr als 60 namhafte Mitglieder der Deutschen Filmaka­demie den Erhalt des Deutschen Filmför­der­fonds verlangt, meldet Stern online. Das Förder­pro­gramm habe Deutschland zu einem „handwerklich, techno­lo­gisch und künst­le­risch geach­teten Player auf der Karte des Weltkinos“ gemacht: Schweiger, Emmerich und Ferres setzen sich für Filmför­derfung ein (frei zugänglich)

Vor Beginn der Beratungen zum Bundes­haushalt 2015 hätten sich über 60 namhafte Vertreter des deutschen und deutsch­spra­chigen Films mit einem Offenen Brief an die Bundes­kanz­lerin, das Kabinett und den Deutschen Bundestag gewandt, berichtet auch Blickpunkt:Film. Ihr Ziel sei, die geplante Kürzung des DFFF noch abzuwenden und statt­dessen auf eine Erhöhung des Anreiz­in­stru­mentes hinzu­wirken. Die Verant­wortung für die Redaktion und Reali­sation dieser Initiative habe die Deutsche Filmaka­demie unter dem Motto „Filmer für den Förder­fonds“ übernommen. Die Filmkünstler verwiesen ausdrücklich auf die „frappie­renden Ergeb­nisse“ der kürzlich veröf­fent­lichten Studie „Volks­wirt­schaft­liche Effekte der Filmför­derung in Deutschland“, die von Roland Berger im Auftrag von mehr als 25 Unter­nehmen und Verbänden der Filmwirt­schaft erstellt worden sei. Demnach hätte schon eine gering­fügige Absenkung des DFFF-Volumens spürbar negative Auswir­kungen auf Produk­ti­ons­umsatz, Beschäf­tigung und Steuer­ein­nahmen. Gleich­zeitig betonten die promi­nenten Filmschaf­fenden aus allen Gewerken in dem Brief den Effekt, „dass bereits eine geringe Aufsto­ckung um zehn Prozent ein deutliches Mehr an Beschäf­tigung und Steuer­ein­nahmen impli­zieren würde. Anderer­seits entginge dem Staat bei einer Reduktion um denselben Faktor bereits das Dreifache der Summe, die durch eine DFFF-Kürzung einge­spart würde“: Filmschaf­fende kämpfen für den DFFF

Zur Presse­mit­teilung auf den Seiten der Deutschen Filmaka­demie: Filmkünstler kämpfen für den Deutschen Filmför­der­fonds (frei zugänglich)

Ebenfalls auf den Seiten der Deutschen Filmaka­demie: Wortlaut des Offenen Briefes und vollständige Liste der Unter­zeichner (frei zugänglich)

Unter dem Slogan „DasFreutFilm&Fiskus“ laufe seit dem Wochenende eine vom Bundes­verband Schau­spiel (BFFS) und ver.di Filmunion initi­ierte „Charme-Offensive“ gegen die geplante Kürzung des Deutschen FilmFör­der­Fonds, meldet Filmecho/Filmwoche. Die mehr als 2.600 BFFS-Mitglieder sowie sämtliche bei der ver.di Filmunion organi­sierten Film- und Fernseh­schaf­fenden seien aufge­fordert worden, Autogramm­karten, Selfies und Teamfotos an entschei­dende Politiker des Haushalts­aus­schusses mit folgendem Text zu schicken: „1 € Filmför­derung = 1,72 € Steuer­ein­nahmen + Großes Kino. Tatsache! Die DFFF-Kürzung schadet der Haushalts­kon­so­li­dierung und der (Film-)Wirtschaft“: Charme-Offensive für starken DFFF (frei zugänglich)

Weitere Infor­ma­tionen auf den Seiten der ver.di FilmUnion: Grüße vom SET: Aktion gegen DFFF-Kürzung (frei zugänglich)

Auch ver.di habe den Deutschen Bundestag aufge­fordert, die Kürzung „eines der effizi­en­testen Inves­ti­ti­ons­för­der­pro­gramme der Filmwirt­schaft“ zu stoppen, berichtet Blickpunkt:Film. Mit einer DFFF-Kürzung um zehn auf 50 Mio. Euro setze Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters ein „fatales Signal“ für die Filmwirt­schaft und Produk­ti­ons­stätten in Babelsberg, München, Hamburg und Köln. „Die Kürzung ist auch völlig unver­ständlich, weil jeder Euro aus dem Fördertopf binnen kurzer Zeit knapp verdoppelt in den Staats­haushalt zurück­fließt. Denn beim Dreh und der Produktion eines Filmes an hiesigen Produk­ti­ons­stand­orten fallen regel­mäßig Umsätze im bis zu fünffachen Umfang an, die daraus resul­tie­renden Steuern sind schneller und sicherer wieder beim Staat als bei jeder anderen Subvention“, zitiert Blickpunkt:Film den stell­ver­tre­tenden ver.di-Vorsitzende Frank Werneke:  ver.di fordert Stopp der DFFF-Kürzung

Zur Presse­mit­teilung auf den Seiten der Vereinten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft: ver.di gegen Kürzung der Filmför­derung – Regierung spart Kinofilme kaputt (frei zugänglich)

Weitere Infor­ma­tionen und die Studie zum Download auf den Seiten von Roland Berger: Volks­wirt­schaft­liche Effekte der Kinofilm­pro­duktion in Deutschland (frei zugänglich)