[Archiv] News bis 31.12.2021

Breinersdorfer: „Die Sender haben alle einschlägigen Rechte – aber sie nutzen sie nicht kommerziell“

Drehbuch­au­toren profi­tieren zu wenig von neuen TV-Platt­formen, schreibt Fred Breiners­dorfer in einem Gastbeitrag im Tages­spiegel. Er habe die Vergü­tungen aus der Inter­net­nutzung seiner inzwi­schen mehr als 75 abend­fül­lenden Filme für das Jahr 2014 zusam­men­ge­rechnet: „Heraus kamen: 187 Euro und ein paar Cent.“  Kein Sender zahle auch nur einen Cent dafür, „dass er mit unseren Filmen seine Inter­net­am­bi­tionen powert“. Fast alle Filme, die er geschrieben habe, ständen auf YouTube mit teils erstaunlich hohen Click-Zahlen – „nur, mir zahlt keiner was dafür“. Wenn er verlange, dass der Sender als allei­niger Rechte­inhaber „dem Spuk ein Ende bereitet“, stoße er auf mäßiges Interesse. „Und, kein Witz, gewisse ARD-Sender, bezahlt mit unseren Zwangs­bei­trägen, stellen selber die Filme bei YouTube ein. Ob sie dafür Geld bekommen, ist Geheim­sache.“

„Fast noch krasser“ findet Breiners­dorfer, dass „unsere inter­na­tional anerkannt hochwer­tigen TV-Filme“ nicht auf Inter­net­platt­formen zu finden seien, wo sie legal und bezahlt gestreamt oder herun­ter­ge­laden werden könnten. „Die Sender haben alle einschlä­gigen Rechte – aber sie nutzen sie nicht kommer­ziell. Aber wenn ich selbst eine digitale Kopie eines meiner Streifen vom Sender für eigene private (!) Zwecke will, verlangt er mehr als 50 Euro.“ – Treib­stoff für die Ideen­ma­schine (frei zugänglich)