[Archiv] News bis 31.12.2021

Cannes 2016: Maren Ade „Siegerin der Herzen“

Die Jury gebe Ken Loach seine zweite Goldene Palme, und die Berli­nerin Maren Ade, „Siegerin der Herzen“, gehe leer aus, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeut­schen Zeitung und fragt, was vom Filmfest in Cannes bleibe: Cannes feiert das politische Engagement (frei zugänglich)

„Sind die von Sinnen? Schon wieder Ken Loach?“ fragt Verena Lueken in der Frank­furter Allge­meinen und begründet, warum sie findet, dass Maren Ades „Toni Erdmann“ (DE/AT/RO, Komplizen Film) hätte gewinnen sollen: „Denken Sie sich hier alle Kraft­aus­drücke, die Sie mögen, sie treffen, was ich sagen will. Die Hoffnung, es würde sich endlich etwas ändern in Cannes, war naiv, verführt, verfehlt.“ – Der Club der alten Männer (frei zugänglich)

Dass die „heraus­ra­gende Tragi­ko­mödie ‚Toni Erdmann‘“ leer ausge­gangen ist, mache nichts, schreibt Hannah Pilarczyk bei Spiegel online. Mit dem Film beginne „so oder so eine neue Ära für das deutsche Kino“: Cannes-Pleite für „Toni Erdmann“: Das deutsche Kino hat trotzdem gewonnen (frei zugänglich)

Maren Ade sei von der Jury um US-Regisseur George Miller („Mad Max“) „völlig übergangen“ worden, berichtet die tages­zeitung. Für ihre Tragi­ko­mödie „Toni Erdmann“ habe es nur den Fipresci-Preis – die Ehrung inter­na­tio­naler Kritiker – gegeben: Überra­schung unter Palmen (frei zugänglich)