Die Jury gebe Ken Loach seine zweite Goldene Palme, und die Berlinerin Maren Ade, „Siegerin der Herzen“, gehe leer aus, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung und fragt, was vom Filmfest in Cannes bleibe: Cannes feiert das politische Engagement (frei zugänglich)
„Sind die von Sinnen? Schon wieder Ken Loach?“ fragt Verena Lueken in der Frankfurter Allgemeinen und begründet, warum sie findet, dass Maren Ades „Toni Erdmann“ (DE/AT/RO, Komplizen Film) hätte gewinnen sollen: „Denken Sie sich hier alle Kraftausdrücke, die Sie mögen, sie treffen, was ich sagen will. Die Hoffnung, es würde sich endlich etwas ändern in Cannes, war naiv, verführt, verfehlt.“ – Der Club der alten Männer (frei zugänglich)
Dass die „herausragende Tragikomödie ‚Toni Erdmann‘“ leer ausgegangen ist, mache nichts, schreibt Hannah Pilarczyk bei Spiegel online. Mit dem Film beginne „so oder so eine neue Ära für das deutsche Kino“: Cannes-Pleite für „Toni Erdmann“: Das deutsche Kino hat trotzdem gewonnen (frei zugänglich)
Maren Ade sei von der Jury um US-Regisseur George Miller („Mad Max“) „völlig übergangen“ worden, berichtet die tageszeitung. Für ihre Tragikomödie „Toni Erdmann“ habe es nur den Fipresci-Preis – die Ehrung internationaler Kritiker – gegeben: Überraschung unter Palmen (frei zugänglich)