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„Das ZDF will der wichtigste Player für deutsche Produzenten sein.“

Von April 2011 an entfalle beim ZDF am Donnerstag um 21 Uhr das Magazin „ZDF.reporter“, schreibt Micheal Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen. An diesem Termin wolle Programm­di­rektor Thomas Bellut künftig einen lange gehegten Plan umsetzten und – „so heißt das Projekt auch, ‚Kinomagie‘ betreiben“. Zwar würde im nächsten Jahr noch nicht an jedem Donnerstag ein Kinostück laufen, sage Bellut, Fernseh­filme seien auch dabei,  aber sein Ziel sei, anspruch­volles und populäres Kino zu zeigen und damit jüngere Zuschauer anzusprechen. Für die Serien, die bislang donnerstags um 20:15 Uhr laufen, müsse ein neuer Termin her.

„Das ist kein Unter­hal­tungs­termin“, zitiert Hanfeld den ZDF-Programmdrektor weiter, „sondern ein Platz für deutsche und inter­na­tionale Kinofilme, ein ständiges Angebot auch an die jüngeren Gebüh­ren­zahler, die Kino lieben und es gerne zu Hause sehen.“ Auf die Kino-Offensive habe er Jahre hinge­ar­beitet, sage Bellut. Mit dem Einkauf der Filmrechte habe es angefangen, diese erwerbe das ZDF mehr und mehr von Produ­zenten direkt. Gerade die Koope­ration mit deutschen Kinopro­du­zenten habe man verstärkt. Bellut sage: „Das ZDF will der wichtigste Player für deutsche Produ­zenten sein.“ ZDF entdeckt das Kino (FAZ, 3.12.2010, Nr. 282 / Seite 35 – Medien)