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Deutscher Fernsehpreis: „Beerdigt“

Bei einem gemein­samen Treffen in Köln hätten sich die den Deutschen Fernseh­preis ausrich­tenden Sender WDR, ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL nicht auf ein gemein­sames Konzept einigen können und die Sendung damit „beerdigt“, meldet Spiegel online. Die Öffentlich-Recht­lichen hätten zwar auch weiterhin gerne eine Show für das TV-Publikum produ­ziert, doch die Privat­sender lehnten ab: Neue Konzepte gescheitert: Aus für Deutschen Fernseh­preis (frei zugänglich)

Der Deutsche Fernseh­preis, der von Jahr zu Jahr von einem der vier Sender ausge­richtet wurde, sei  eine kostspielige Angele­genheit gewesen, schreibt Joachim Huber im Tages­spiegel. Zwei Millionen Euro seien jährlich aufge­rufen gewesen. Das sei Sat.1 und RTL zu viel gewesen. Die TV-Galas hätten immer weniger Quote geholt, damit sei die Refinan­zierung für die kommer­zi­ellen Sender via Werbung perdu gewesen. „Keine Preise, keine Zuschauer, keine Werbung – da zogen die Verant­wort­lichen von Sat.1 und RTL den Stecker.“ – Kurios: Fernsehen hat Angst vor Fernsehen (frei zugänglich)

Anstelle einer TV-Gala solle die Vergabe des Fernseh­preises ab 2016 ohne Fernseh­über­tragung statt­finden, schreibt Janine Paskamp im Kölner Stadt­an­zeiger, ab 2016 werde die jährliche TV-Gala zu einem branchen­in­ternen Treffen einge­dampft: Deutscher Fernseh­preis wird einge­mottet (frei zugänglich)

Für die großen Vier; für ARD, ZDF, RTL und Pro Sieben Sat.1; für die bestim­menden Sender­gruppen auf dem zweit­größten Fernseh­markt der Welt, sei das ein Armuts­zeugnis, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen. Amerika habe die Emmys und die Golden Globes, Deutschland habe die Auszeich­nungen von Grimme (die eigentlich immer nur ARD und ZDF einkas­sieren) und den Bayeri­schen Fernseh­preis. „Ist schon komisch, dass eine Branche, deren Sinnen und Trachten, Planen und Produ­zieren darauf gerichtet ist, beim Publikum anzukommen und möglichst viele Zuschauer zu erreichen, eben diesen die Auszeichnung der nach Jurymeinung besten Produk­tionen gar nicht mehr zeigen will“: Aus, aus, aus! Aus! Der Preis ist aus! (frei zugänglich)

Zur Presse­mit­teilung auf den Seiten des Deutschen Fernseh­preises: Der Deutsche Fernseh­preis infor­miert über die Ergeb­nisse des heutigen Stifter­treffens des Deutschen Fernseh­preises (frei zugänglich)