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Deutscher Filmpreis 2009: „Friede, Freude, rundum Versöhnlichkeit“

„John Rabe“ habe mit vier Lolas die meisten Auszeich­nungen bei der heutigen Verleihung des Deutschen Filmpreises erhalten, gefolgt von „Wolke 9“ mit drei Lolas, meldet Blickpunkt:Film. Der Deutsche Filmpreis in Silber sei an „Im Winter ein Jahr“ gegangen, mit dem Deutschen Filmpreis in Gold sei „John Rabe“ ausge­zeichnet worden, als bester Kinder- und Jungen­dfilm „Was am Ende zählt“: Vier Lolas für „John Rabe“

„Da sage nochmal jemand, die Deutsche Filmaka­demie sei nicht unabhängig und, wenn’s brenzlig wird, doch bloß ins Gängige und die Kassenhits verliebt,“ schreibt der Filmkri­tiker Jan Schulz-Ojala im Tages­spiegel. Bei der Auswahl der diesjäh­rigen Deutschen Filmpreise hätten sich die 1100 Akade­mie­mit­glieder „geradezu schmerzhaft unabhängig“ gezeigt. Am Ende der Veran­staltung hätten „Friede, Freude, rundum Versöhn­lichkeit“ fühlbar gezählt: Zuschuss und Schampus (frei zugänglich)

Die Liste der Preis­träger auf den Seiten des Deutschen Filmpreises: Die Preis­träger Deutscher Filmpreis 2009 (frei zugänglich, Link auf PDF-Dokument)

Die Krise sei bei der glanz­vollen Gala zumindest zur Sprache gekommen, berichtet die Frank­furter Allgemeine. Kultur­staats­mi­nister Bernd Neumann habe gesagt, die Krise werde wohl auch nicht spurlos an der Filmwirt­schaft vorbei­ziehen. Daher sei der Staat in der Verant­wortung. „Kürzungen kommen für mich nicht infrage“, habe Neumann unter dem Beifall des Publikums gesagt, der deutsche Film könne sich auf die Solida­rität der Politik verlassen: Goldene Lola für „John Rabe“ – Ehren­preis für Loriot (frei zugänglich)

Bei der Deutschen Filmaka­demie versucht man jetzt nicht mehr, Oscar-verdäch­tigen Ehrgeiz in ausge­feilte Shownummern oder einge­spielte Monta­ge­filme zu stecken, schreibt Daniel Kothen­schulte in der Frank­furter Rundschau. Die Modera­torin Barabara Schöne­berger habe weniger Scherze riskiert, „was durchaus als Erfolg zu werten ist“, und über die missglückten werde einfach nicht mehr gelacht: Eine Lola zuviel (frei zugänglich)

Ebenfalls bei der Frank­furter Allge­meinen: eine 18-teilige Bilder­ga­lerie (frei zugänglich)

Zum Erfolg der zeitver­setzten Sendung der Filmpreis-Verleihung im ZDF schreibt Alexander Krei bei Quotenmeter.de, lediglich 1,82 Millionen Zuschauer hätten die auf 22:15 Uhr geschobene Gala im ZDF sehen wollen, der Markt­anteil habe bei durch­wach­senen 10,2 Prozent beim gesamten Publikum (ab 3 Jahre) gelegen, mit 490.000 Zuschauern sei die Sendung auch bei den 14–49-Jhrigen nicht über mäßige 6,3 Prozent Markt­anteil hinaus gekommen: Filmpreis mit Glanz, aber ohne Zuschauer (frei zugänglich)