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Deutscher Filmpreis 2013: „Besser ging’s nicht“

Das deutsche Kino könne auch anders, schreibt Christian Buß bei Spiegel online: Statt von seiner angestrengten oder bemüht komischen Seite habe es sich bei der Lola-Verleihung in neuer Lässigkeit präsen­tiert.“ Auch wenn die TV-Gala selbst verkrampfter denn je daherkam“. Großer Gewinner sei das „Zeittot­schläger-Meisterwerk“ „Oh Boy“ gewesen: Junge, sind die lässig (frei zugänglich)

„Strah­lende Sieger, bleibende Debatten“: Das starke Debüt „Oh Boy“ räume beim Deutschen Filmpreis ab, womit die kultur­ge­bun­denen Preis­gelder des Staats „vorzüglich angelegt“ sind, findet Jan Schulz-Ojala im Tages­spiegel, aber: „Manche andere Auszeich­nungen wirken dagegen zweifelhaft.“ Deutscher Filmpreis – das Millio­nen­spiel (frei zugänglich)

Peter Körte in der Frank­furter Allge­meinen hat es nicht überrascht, dass „Oh Boy mit sechs Lolas zum großen Gewinner des Deutschen Filmpreises wurde. Das Votum für den Underdog und für den Jungs-Charme von Tom Schilling sei „ein bekanntes kollek­tives Verhal­tens­muster“. Dass „Cloud Atlas“ trotz neun Nominie­rungen am Ende nur fünf Lolas in techni­schen Kategorien gewann, könne man den „Anonymous“-Effekt nennen, nach den sechs Lolas für Roland Emmerichs Film im Vorjahr: Besser ging’s nicht (frei zugänglich)

Am Freitag­abend habe bei der Verleihung des 63. Deutschen Filmpreises „ein David über etliche Goliaths“ trium­phiert – „und damit auch der Eigensinn in kontrast­reichem Schwarz-Weiß über die wohlein­ge­führten ästhe­ti­schen Konsens­formen des Großkinos“, schreiben Anke Westphal und Patrick Heidmann in der Berliner Zeitung. Dass eine Low-Budget-Produktion die Preise in den Königs­ka­te­gorien Bester Film, Regie, Drehbuch abgeräumt hat, möge die Kritiker der Preis­vergabe durch die Deutsche Filmaka­demie beruhigen, die da meinen, hier würde vor allem das Mittelmaß gewürdigt. Mittelmaß sei „Oh Boy“ gewiss nicht, aber andere Lücken seien damit nicht geschlossen: „Oh Boy“ trium­phiert (frei zugänglich)

Ebenfalls bei der Berliner Zeitung: Ein Bericht von „Leute-Reporter“ Andreas Kurtz: Die Nacht mit Lola (frei zugänglich)

Die Preis­träger auf den Seiten des Beauf­tragten der Bundes­re­gierung für Kultur und Medien: Deutscher Filmpreis 2013 in Berlin verliehen (frei zugänglich)