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Die Sender sind offener geworden für eigene Ideen deutscher Produzenten

Unter den Top 100 der Exporte 2018 findet sich kein einziger deutscher, dafür kaufte man hierzu­lande seit 2010 die meisten Unter­hal­tungs­formate ein. Dazu schreibt David Denk in der Süddeut­schen Zeitung (Samstag 9.2.2019, Medien) und er hat Markus Schäfer, den Vorsit­zenden der Sektion Enter­tainment der Produ­zen­ten­al­lianz, nach den Gründen dazu befragt. Denk habe eine lange Antwortmail erhalten. Darin skizziert er seine Sicht auf diese Situation: Zum einen würden hierzu­lande „die Rechte zumeist im Rahmen von ‚Total-Buy-Out-Deals‘ an den Sender übertragen werden“ – dadurch habe der deutsche Produzent – anders als in anderen Ländern, wie Großbri­tannien, Schweden oder den Nieder­landen – gar nicht die Möglichkeit seine Formate ins Ausland zu verkaufen. Weiterhin sei zu beachten, dass vorhandene Sende­plätze „sehr oft mit inter­na­tional erprobten Enter­tainment-Formaten besetzt“ werden würden. Die Entwicklung neuer Konzepte würde daher in Deutschland – setzt man zum inter­na­tio­nalen Vergleich an – hinter­her­hinken. Gabi Abegg-Karmalker, Head of Strategic Develo­pment bei Endemol Shine Germany, sieht diese wie Denk schreibt „Sicher-ist-sicher-Menta­lität der Sender“ auf dem Rückzug. Der Grund dafür sei, dass „der dringend benötigte Nachschub an Formaten“ ausbleibt. Die Sender seien „offener geworden für eigene Ideen deutscher Produ­zenten.“

Die Sendung „Kitchen Impos­sible“ sei in die Nieder­lande und nach Frank­reich verkauft worden – obwohl sich deutsche Shows schwer tun im Ausland.

Zum gesamten Artikel: Andere Länder haben auch schöne Köche (nicht frei zugänglich)