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EU-Single-Market-Pläne überschatten Kinoumsatzrekord

Das deutsche Boxoffice könnte in diesem Jahr erstmals die Marke von 1,2 Mrd. Euro erreichen, berichtet Blickpunkt:Film unter Berufung auf eine Prognose des VdF – „wahrhaft histo­rische Gesamt­um­sätze in den deutschen Kinos“. Nicht weniger optimis­tisch falle der Ausblick auf die Gesamt­be­su­cherzahl 2015 aus: In etwa 140 Mio. gelöste Tickets sollen am Ende zu Buche stehen. Diese „enorm positive Entwicklung“ erstrecke sich laut VdF-Geschäfts­führer Johannes Kling­sporn vor allem auf das Geschäft mit Mainstream-Titeln, Arthouse-Filme bzw. deren Verleiher profi­tierten nicht im selben Maße vom wachsenden Publi­kums­zulauf. Dafür sei nicht zuletzt die Tatsache verant­wortlich, dass die Filmkunst-Häuser ihr Programm in zuneh­mendem Maße auch mit Mainstream- oder sogenannten Cross-Over-Filmen bestritten. Die Freude über diese „Macht­de­mons­tration des Kinos“ sei indes nicht ungetrübt. „Kopfzer­brechen“ berei­teten die nach wie vor diffusen Pläne der EU zur Schaffung des „Digital Single Market“. Zwar sehe es momentan so aus, als würden die im Rahmen dieser Initiative angedachten Maßnahmen zur Schaffung eines digitalen Binnen­marktes weniger radikal ausfallen, als dies noch Anfang des Jahres zu befürchten stand. Doch die Sorgen blieben, zumal die EU-Kommission auf „allen Ebenen“ dafür kämpfe, ihre Vision durch­zu­setzen. „Eine Aufwei­chung des Geoblo­ckings würde das gesamte europäische Verwer­tungs­modell infrage stellen“, habe unter anderem VdF-Vorstands­mit­glied Markus Zimmer betont: Schatten über dem Kino-Rekordjahr