Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle schätzt die Gesamtzahl der 2008 produzierten Kinofilme (einschließlich Dokumentarfilme in Spielfilmlänge) auf 1.145, 112 mehr als 2007. Dieser Anstieg liege im Wachstumstrend der vergangenen Jahre und stelle eine Rekordhöhe für die Filmproduktion in der EU dar. Die Gesamtzahl der rein nationalen Filme und mehrheitlich nationalen Koproduktionen gegenüber dem Vorjahr sei um 10,8% und seit 2004 im Schnitt um jährlich 7,1% gestiegen. Die Filme teilten sich in geschätzte 878 Spielfilme und 267 Dokumentarfilme auf. Ausschlaggebend für das Gesamtwachstum sei in erster Linie der deutliche Anstieg der Dokumentarfilme und der rein nationalen Spielfilme gewesen, die Zahl der internationalen Spielfilm-Koproduktionen sei 2008 mit 203 mehrheitlich europäischen Koproduktionen vergleichsweise stabil geblieben.
Die Zahl der Kinobesucher in den 27 EU-Mitgliedstaaten steige 2008 um 0,5% auf nunmehr 924 Millionen, den Marktanteil des europäischen Films schätzt die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle auf 28,4%. Dieser anhaltend hohe Marktanteil gehe in erster Linie auf den großen Erfolg nationaler Filme in zahlreichen Ländern zurück. An der Spitze stehe wieder Frankreich, wo die Kassenschlager „Bienvenue chez les Ch’tis“ und „Astérix aux Jeux Olympiques“ für den höchsten Marktanteil einheimischer Filme seit 1984 gesorgt hätten (45,4%). In Deutschland hätten Filme wie „Keinohrhasen“ und „Die Welle“ wesentlich zum Rekordmarktanteil nationaler Filme von 26,6% (plus 7,7 Prozentpunkte gegenüber 2007) beigetragen: Rekordhöhe für EU Filmproduktion sowie starke Besucherzahlen für europäische Filme in 2008 (frei zugänglich)