Skip to main content
News

FFG-Novelle: Hälfte der Mittel für Projektfilmförderung

Noch lasse der ursprünglich schon für Oktober erwartete Referen­ten­entwurf für das neue FFG auf sich warten, im Gespräch mit der dpa habe Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters jedoch schon erste Pläne skizziert und einer massiven Stärkung der Referenz­film­för­derung eine Absage erteilt, berichtet Blickpunkt:Film (am vergan­genen Dienstag) und zitiert die BKM: „Die Grund­struktur der Filmför­derung bleibt erhalten, aber wir wollen einige inhalt­liche Weichen­stel­lungen vornehmen, die die kultur­po­li­ti­schen und kultu­rellen Aspekte der Förderung verstärken". Auch weniger bekannte Filme­macher und innovative Formen sollten einen angemes­senen und vielleicht auch größeren Raum bekommen.

Grütters plane demnach, im Rahmen der FFA-Produk­ti­ons­för­derung weiterhin etwa die Hälfte der Mittel über die selektive Projekt­film­för­derung zu verteilen. Die FFG-Exper­ten­runde habe hier ein Verhältnis von 85:15 zugunsten der Referenz­film­för­derung vorge­schlagen. Auch eine Gremi­en­straffung fasse die BKM ins Auge, wobei die Förder­gremien künftig paritä­tisch mit männlichen und weiblichen Vertretern besetzt sein sollen. Perspek­ti­visch solle dies ab 2018 auch für die Führungs­gremien, namentlich Präsidium und Verwal­tungsrat der FFA, gelten: BKM skizziert Pläne für die FFG-Novelle

Geför­derte Filme­macher sollten nun von der Pflicht befreit werden, ihre Werke zwingend ins Kino zu bringen, schrieb Daniel Kothen­schulte ebenfalls am Dienstag in der Frank­furter Rundschau: „So tritt Monika Grütters der wöchent­lichen Filmschwemme entgegen.“ Sie öffne sich neuen Verwer­tungs­wegen für das Bewegtbild – ob online oder im Kunst­museum: Drehbuch (frei zugänglich)

Am Mittwoch brachte die tages­zeitung ein  großes Portrait der Staats­mi­nis­terin, in dem Christian Schneider schreibt, Grütters sehe sich als „oberste Lobby­istin der Freiheit der Kunst“ und mache ihren Job „unver­krampft“. Das Thema Film kommt in dem Portrait nicht vor: Ein anarchi­sches Reservoir (frei zugänglich)